Technik für die Museen von morgen

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Schon heute spielt in vielen Ausstellungen eine technisch aufwändige Präsentation eine große Rolle, um Inhalte besser transportieren zu können. Jetzt widmet das Tech Museum in San Jose diesen Technologien eine ganze Ausstellung.

Seit vergangener Woche gibt es im Tech Museum in der South Market Street in San Jose, Kalifornien, eine Ausstellung mit diversen Prototypen, die sämtlich die Zukunft moderner Interaktion in Museen seien sollen. Designer, Wissenschaftler und Hersteller wie Microsoft stellen die Exponate in der Tech Test Zone.

Begleitend zu Ausstellung wurde auch die Konferenz “Interfaces for the New Decade” zum Thema Interaktivität für Museen abgehalten. Vor allem Kuratoren und Ausstellungsmacher waren zugegen, um darüber zu diskutieren, wie man Museen und Ausstellungen künftig ansprechender und vor allem lehrreicher gestalten kann. Bei der Konferenz, wurde auch zum ersten Mal Heist von Open Exhibits gezeigt. Das Open-Source-Projekt erlaubt es, dass digitalisierte Museums-Objekte ohne App auf ein Smarphone oder Tablet-PC geladen werden können.

Viele der gezeigten Installationen werden in der Ausstellung zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Über Tablet-Computer-Stationen können die Besucher auch gleich ihr Feedback zu den neu entdeckten Möglichkeiten abgeben und so den weiteren Design-Prozess beeinflussen.

Dabei ging es den Machern hinter der Sonderausstellung weniger darum, fertige Produkte zu zeigen, als vielmehr anzudeuten, was sich mit neuen Technologien, wie etwa Microsofts Kinect in Ausstellungen alles bewegen lässt. Und weil viele der Exponate noch mitten in der Entwicklung stecken, können die Entwickler, Designer und Programmierer bei der Ausstellung gleich neue Nutzerdaten erheben und diese auch noch sozusagen unter Live-Bedingungen.

Mit Pixel kann jeder sehen, welches Objekt oder Bildausschnitt man gerade betrachtet. Quelle: The Tech Museum
Mit Pixel kann jeder sehen, welches Objekt oder Bildausschnitt man gerade betrachtet. Quelle: The Tech Museum

Eines der Exponate ist eine Art Brille, die darstellt, was der Besucher gerade betrachtet. Ein Projekt aus Australien, Digital Foam, hat einen Schaumstoff entwickelt, der auf Druck reagiert. Eine Software wertet diesen Input aus und überträgt ihn in ein digitales 3D-Modell. So kann der Nutzer lediglich mit Fingerdruck ein digitales Modell erstellen.

Neben einer extrem hoch auflösenden Wärmekammera wird auch ein ‘Gestual Interface’ gezeigt. Als Beispiel dient hier eine Aufnahme aus dem Josemite-Nationalpark mit 1 Milliarde Pixel. Über Kinects Gestensteuerung kann man die Aufnahme erkunden.



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