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Die für die Digiale Agenda zuständige EU-Kommissarin Neelie Kroes darf sich des Spotts der Blogosphere gewiss sein: Sie hat Karl-Theodor zu Guttenberg zu ihrem Berater in Sachen Internetfreiheit gemacht. Der Ex-Verteidigungsminister war durch die Internet-Plattform ‘GuttenPlag’ als Plagiator enttarnt wurden.

Neelie Kroes, Bild: EU
Neelie Kroes, Bild: EU

Wie Kroes mitteilte, soll zu Guttenberg in der Frage hinzugezogen werden, wie Internetnutzer, Blogger und Cyberaktivisten in autoritär regierten Ländern auf Dauer unterstützt werden können. Inwiefern dabei auch Copy & Paste zum Einsatz kommen kann, wurde nicht mitgeteilt.

Die Ernennung zu Guttenbergs sei Schlüsselelement einer neuen ‘No disconnect’-Strategie, mit der sich die EU dafür einsetzen wolle, dass die Menschenrechte online und offline gewahrt werden. Karl-Theodor zu Guttenberg solle Verbindung zu Mitgliedstaaten, Drittländern und NGOs (Non-Governmental Organization) aufnehmen, die sich in diesem Bereich engagieren und sie beraten.

Sie habe zu Guttenberg im Sommer darum gebeten, ihr zu helfen, sagte Kroes nach Angaben von Welt Online. “Ich will keine Heiligen, sondern Talente.” Von zu Guttenberg hieß es, er bleibe in den USA. Er plane nicht, in den kommenden Wochen oder Monaten nach Deutschland zurückzukehren. “Dies ist kein politisches Comeback.”

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4 Kommentare zu Guttenberg berät EU zur Internetfreiheit

  • 13.12.2011 um 08:37 von Hajo

    Guttenberg
    Meinen Respekt der Frau Kroes gegenüber!

    Mein Mageninhalt reichte allerdings gestern nicht, so viel hätte ich kotzen können bei der Hetz- und Diffamierungsorgie der öffentlich-rechtlichen Propagandamaschinerie, den vermeintlich und selbsternannt “Anständigen” in Deutschland.

  • 13.12.2011 um 09:33 von Andreas

    Ironie oder gewollt?
    ..das ist hier die Frage. Ich finde allerdings auch, dass es andere “Lichtgestalten” in der deutschen Politik gibt, die zumindest die gleiche Aufmerksamkeit verdient hätten. Es sitzen schließlich etliche rechtskräftig verurteilte Strafttäter im hohen politischen Ämtern, von der durch Filz, Drohung und Verschleierung beeinflußten Dunkelziffer ganz zu schweigen.Allerdings haben diese meist nicht den Mut (gehabt) sich mit schwierigen politischen Themen auseinander zu setzen und dabei auch noch gut auszusehen…

  • 13.12.2011 um 10:23 von Sausewind

    Gute Wahl
    Ein junger Politiker der auch mal selber einen PC in der Hand gehabt hat. Der alle wichtigen Meinungsmacher kennt und sich im Politbusiness auskennt und weiss welche Knöpfe überhaupt funktionieren.
    Wie im Titel gesagt: Gute Wahl.

  • 13.12.2011 um 10:44 von Michael

    Amnestie oder Amnesie?
    Meine beiden Vorredner haben sicher Recht. Man sollte Personen in hohen Ämtern, die Straftaten begehen, erst dann belangen, wenn das mit allen anderen ähnlicher Position auch so geht.
    Es reicht ja auch aus, wenn der "Normalo" die Wucht der Gesetzte zu spüren bekommt.
    Und da das Volk doch allzuleicht vergisst, was die eidesstattliche Erklärung unter bestimmten Schriftwerken bedeutet, passt das auch gut zusammen.
    Mit wem will die Dame sich eigentlich anfreunden? Spezialisten für den beschriebenen Job gibt es viele (Die Ihre Lebenserfahrung nicht als Verteidigungsminister sammeln mussten).

    Andreas, im Grunde hast Du Recht:
    Denn was für den Politiker eine Amnestie ist, fällt beim vergessenden kleinen Mann unter Amnesie. Und dann sind alle glücklich. Und verdienen weiter mit ihren Seilschaften das Geld.

    Ich habe den Eindruck, dass hier der Treff der Leute stattfindet, die zu Hause keinen Spiegel haben, in den sie ab und an hineinsehen müssen…

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