Telekom und AT&T: Bedenkzeit für US-Deal

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Ein Notfallplan soll die Übernahmen der Telekom-Tochter T-Mobile USA durch AT&T retten. In einer gemeinsamen Mitteillung der Deutschen Telekom und AT&T heißt es, wie der Deal trotz der Kartellrechtsbedenken der US-Behörden zustande kommen kann. Das entsprechende Kartellverfahren wird zunächst ausgesetzt.

“Wir prüfen, ob und wie wir unsere aktuelle Transaktion überarbeiten können, um die erforderlichen Genehmigungen zu erhalten”, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters aus der Mitteilung. Die beiden Konzerne beantragten bei der zuständigen Richterin Ellen Segal Huvelle, das laufende Kartellverfahren bis zum 18. Januar ruhen zu lassen. Sie gab diesem Antrag statt.

Gemeinsam wollen die Deutsche Telekom und AT&T nun nach eigenen Angaben nach einer Lösung suchen, die im Sinne der Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter sei. Die Entscheidung sollen die beiden Firmen dann am 12. Januar dem Gericht mitteilen, für den 18. Januar ist eine Anhörung geplant.

Im März hatte AT&T Pläne für eine Übernahme von T-Mobile USA angekündigt. Die Transaktion hätte einen Wert von 39 Milliarden Dollar, sie würde AT&T zum größten Mobilfunkanbieter der USA machen. Der US-Konzern verspricht bessere Netze für die Kunden und zusätzliche Arbeitsplätze. Sowohl das US-Justizministerium wie auch die Experten der Federal Communications Commission (FCC) fürchten dagegen zahlreiche Entlassungen und weniger Wettbewerb.

Zuletzt hatte das Wall Street Journal Anfang Dezember darüber berichtet, dass die beiden Konzerne als “Plan B” inzwischen an einem gemeinsamen Joint Venture arbeiten. Ein Telekom-Sprecher hatte das jedoch wenig später dementiert.

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