Intels neuer Geschäftsbereich für Mobil-Prozessoren

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Die Schlagkraft im Bereich Ultramobilität soll jetzt bei Intel ein neuer Geschäftsbereich erhöhen.

Die Sparten Mobile Communications, Netbook und Tablet, Mobile Wireless und Ultra Mobility werden jetzt nach einer Reorganisierung in der Unternehmenssparte Mobile and Communications Group zusammengefasst. Das Ziel der neuen Sparte ist, die Konkurrenzfähigkeit im Mobilbereich zu steigern. Intel-Chips sind im Tablet- und Smartphone-Markt derzeit praktisch nicht vertreten.

Geleitet wird die neue Abteilung von Mike Bell und Hermann Eul. Der frühere Infineon-Vorstand Eul war durch die Übernahme von Infineons Mobilfunksparte zu Intel gekommen. Bell war zuletzt Co-Manager von Intels Ultra Mobility Group. Davor hatte er bei Palm und viele Jahre lang bei Apple gearbeitet, wo er laut Intel an der Entwicklung von iMac, Apple TV und iPhone beteiligt gewesen war. “Wir nutzen die Erfahrung der beiden, um die Entwicklung von Intel-basierten mobilen Geräten zu beschleunigen und zu optimieren”, sagte Unternehmenssprecher Robert Manetta.

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Es ist nicht das erste Mal, dass Intel sein Mobilgeschäft umstrukturiert. Anfang des Jahres hatte Anand Chandrasekher, der für Smartphone- und Tablet-Prozessoren verantwortlich war, das Unternehmen verlassen. Die Leitung der Atom-Sparte ging damals an Mike Bell und Dave Whalen.

Intel hat zwar die leistungsfähigeren Chips, allerdings eignen sich diese nicht aufgrund des hohen Stromverbrauchs nicht für die neuen Formfaktoren der Smartphones und Tablets. Angetrieben werden diese Geräte fast ausschließlich von ARM-CPUs von Herstellern wie Texas Instruments, Qualcomm und Nvidia.

Einer aktuellen Studie von Piper Jaffray zufolge ist sogar Apple, dessen selbst entwickelter A5-Prozessor im iPhone sowie im iPad steckt, Intel bei Mobilchips voraus. Nomura Equitiy Research sieht China als ein Beispiel für Intels Schwäche im Markt für mobile Geräte an: “In China beobachten wir eine anhaltende Nachfrage nach energieeffizienten ARM-basierten Geräten, und geringe Ultrabook-Stückzahlen”, heißt es in einem Bericht des Finanzunternehmens.

Die von Intel propagierten Ultrabooks – besonders schlanke und leichte Notebooks – sollen 2012 den Markt erobern. Intels Lage könnte sich verbessern, wenn Windows 8 erscheint und sich Ultrabooks zu Tablets oder Hybrid-Geräten aus Laptop und Tablet entwickeln. Der Smartphone-Markt bleibt voraussichtlich aber die größte Herausforderung für den Chiphersteller. Allerdings hat Intel auch hier bereits neue Modelle angekündigt.

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