Verkauf von T-Mobile USA vor dem Aus

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Im Ringen um den Verkauf der Telekom-Tochter T-Mobile USA sind die Deutsche Telekom und AT&T offenbar in eine Sachgasse geraten. Nach einem Bericht des Wall Street Journal liegen die Gespräche derzeit auf Eis. Dies sei ein starkes Anzeichen dafür, dass AT&T die Gespräche insgesamt platzen lassen könnte.

Zwar könne AT&T weiter versuchen vom US-Justizministerium den Segen für den geplanten Deal zu bekommen – gleichzeitig steige jedoch die Chance für Alternativlösungen, berichtet das Blatt unter Berufung auf gut informierte Kreise.

Eine solche Alternative könne sein, das AT&T nur einen kleineren Anteil an der Telekom-Tochter übernimmt. Oder aber die beiden Konzerne lagerten ihre Netzwerk-Technologien in einem gemeinsamen Joint Venture aus, heißt es weiter. Gerüchte über ein möglicherweise geplantes Joint Venture hatte es bereits Anfang Dezember gegeben. Ein Telekom-Sprecher hatte das aber damals dementiert. Zu den neuesten Gerüchten gibt es nun weder von der Telekom noch von AT&T eine offizielle Stellungnahme.

Im März hatte AT&T Pläne für eine Übernahme von T-Mobile USA angekündigt. Die Transaktion hätte einen Wert von 39 Milliarden Dollar, sie würde AT&T zum größten Mobilfunkanbieter der USA machen. Der US-Konzern verspricht bessere Netze für die Kunden und zusätzliche Arbeitsplätze. Sowohl das US-Justizministerium wie auch die Experten der Federal Communications Commission (FCC) fürchten dagegen zahlreiche Entlassungen und weniger Wettbewerb.