Die schönsten IT-Kuriositäten 2011

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Bei der Recherche für unsere Nachrichten und Topstorys geraten wir täglich mindestens einmal ins Kopfschütteln. Denn manchmal geht es in der IT-Branche reichlich sonderbar zu. Was uns am jeweils am meisten verblüfft, berührt oder zum Lachen bringt, schafft es in unsere Rubrik “Auch Das Noch”. Das sind unsere Highlights des Jahres.

So viel vorab: Das IT-Jahr wäre deutlich weniger bunt gewesen, wäre Facebook nicht auch in Deutschland in diesem Jahr der endgültige Durchbruch gelungen. Während sich Datenschützer verzweifelt bemühten, die Folgen des Siegeszugs unter Kontrolle zu bekommen, zog das Phänomen Facebook Nebenwirkungen nach sich, mit denen niemand gerechnet hatte. Zum Beispiel, dass es die “Generation Facebook” verlernt hat, sich in die Augen zu schauen. Ganz zu schweigen von der Kunst, ganze Sätze zu bilden. Für Zustimmung reicht vielen US-Grundschülern inzwischen ein Wort: “Like”.

Da war es natürlich nur eine Frage der Zeit, bis das erste Baby namens “Like” das Licht der Welt erblickt. Am Ende des Jahres 2011 war Like Adler auf Facebook von knapp 5600 Personen “geliket”.

Zwei Wege gibt es, um die Wucht des sozialen Netzwerks zu bremsen: Mit einem anderen Social Network, wie Salman Rushdie, der Facebook mit Hilfe von Twitter besiegt hat. Oder mit Flaschenpost, wie ein Kanadier, der so mit Tausenden Freunden auf der ganzen Welt verbunden ist.

Briten dagegen nutzen Facebook besonders gerne in Verbindung mit (hochprozentig) gefüllten Flaschen. Wohin das führt? Fotos von Inselbewohnern auf Facebook zeigen zu 76 Prozent Betrunkene.

Beschwipste Smartphone-Schnappschüsse zu schießen, wäre eine vergleichsweise sinnvolle Beschäftigung gewesen für zwei RIM-Manager, die Ende des Jahres mit einer Air-Canada-Maschine unterwegs waren. Ihr Verhalten habe “nicht im Einklang mit den Standards für Business-Verhalten” gestanden, begründete RIM wenig später ihren Rauswurf. Mit anderen Worten: Die Herren haben sich durch ihre Handschellen genagt, die ihnen wegen Belästigung anderer Passagiere angelegt werden mussten.

Der viele Alkohol hat möglicherweise auch den Datenträgern der Manager geschadet. Denn wir verdanken dem Jahr 2011 auch die Erkenntnis, dass ein männliches Spermium 37,5 MB DNA-Daten transportiert. Daraus lassen sich eine Reihe faszinierender Zahlen errechnen, die Sie hier nachlesen können. Ach ja: Haben wir erwähnt, dass Wikipedia männlich ist?

Frauen wiederum konnten im Jahr 2011 überdurchschnittlich oft ihren Aufstieg auf der IT-Karriereleiter feiern, die meisten der entsprechenden Meldungen stammen allerdings aus Europa und den USA. In Japan dagegen sorgte der ein oder andere weibliche Shooting Star für ungeahnte Probleme. Siri (mit Nachnamen Apple) nämlich wird täuschend ähnlich wie das japanische Wort ‘shiri’ ausgesprochen. Und ‘shiri’ ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für – sagen wir – das Gesäß. Die Japaner nahmen es gelassen und sammelten derweil gebrauchte BHs. Als alternative Energiequelle.

Immerhin kamen sie mit dieser Idee nicht Apple in die Quere – so passiert einem chinesischen Nudelhersteller mit einem Apfelblatt im Logo sowie einem Bonner Café, mit dem verdächtigen Namen “Apfelkind” und einem selbstgemalten Apfellogo. Dieses ist laut Apple-Anwälten “hochgradig” ähnlich mit dem berühmten Konzern-Logo, denn: Der Kaffehaus-Apfel ist rot, hat die Form eines (Überraschung!) Apfels und – wir ahnen es schon – ein Blatt am Stil. Die Chinesen immerhin ließen sich nicht einschüchtern, hielten sich nicht länger mit Kleinigkeiten wie Nudelverpackungen auf und fälschten gleich einen ganzen Apple Store.

Dem Original muss man derweil eines lassen: Die Angestellten scheint dort nichts aus der Ruhe zu bringen. Komiker Mark Malkoff stellte 2011 einen Apple Store in New York auf die Probe und bekam dort quasi alles – außer Stroh für seine Ziege.

Apps für die Katze wären dagegen kein Problem gewesen. Stubentiger von heute können animierte Mäuse über den iPad-Bildschirm jagen, virtuelle Kunstwerke malen oder Piano spielen.

Derart bespaßt fühlt sich das Haustier von heute nur noch selten einsam – falls doch gibt es “My Social Petwork”. Das Start-up aus Speyer ist zum Ende des Jahres 2011 auf Erfolgskurs: Bislang hat das Netzwerk mehr als 20.000 Mitglieder: Katzen, Hunde, Hasen, Meerschweinchen, Fische, Schlangen, Spinnen und Kühe. Darunter auch Hundedame Charlotte, die es laut ihrer Besitzerin auf 3865 Freunde bringt.

Das ist natürlich nichts verglichen mit Jesus. Der zählt aktuell 8,5 Millionen Fans auf der Facebook-Seite Jesus Daily. Darüber wiederum können Justin Bieber (35 Millionen Fans) und der FC Barcelona (19 Millionen Fans) nur milde lächeln, aber – und das ist der Clou – Jesus hat die aktivsten Facebook Fans. Der Grund liegt 2011 Jahre zurück und ist bei Youtube nachzugucken. In diesem Sinne: Eine guten Rutsch in ein kurioses IT-Jahr 2012 wünscht Ihnen Ihr silicon.de-Team!