Erster Blick auf Intel-Phone

CloudEnterpriseMobileServerSmartphone

Kurz vor Jahresende hat Intel die aktuellsten Versionen fertiger Smartphone- und Tablet-Prototypen gezeigt, die auf Basis von Intels Mobilchip “Medfield” laufen. Ausgerüstet mit Googles Betriebssystem Android sollen die beiden Geräte ab dem nächsten Jahr Apples iPhone und iPad herausfordern.

Smartphone mit "Intel Inside". Quelle: Intel/Technology Review
Smartphone mit “Intel Inside”. Quelle: Intel/Technology Review

Intel gewährte dem zum MIT (Massachusetts Institute of Technology) gehörenden Magazin Technology Review einen exklusiven Blick auf die Prototypen. Das Blatt zitiert Intel-Manager Stephen Smith, wonach die ersten Medfield-Smartphones mit Android in der ersten Jahreshälfte 2012 auf den Markt kommen werden.

Dem Bericht zufolge war der gezeigte Smartphone-Prototyp ähnlich groß wie ein iPhone 4 allerdings deutlich leichter. Grund dafür sei, dass für das Gehäuse mehr Plastik und weniger Glas und Metall zum Einsatz komme. Das Gerät sei leistungsstark und angenehm zu nutzen. Insgesamt liege es auf Augenhöhe mit dem iPhone 4S und den jüngsten Android-Geräten.

Als Besonderheit wird der so genannte “Burst Modus” der eingebauten Kamera erwähnt. Damit lassen sich innerhalb von 1,5 Sekunden zehn Bilder mit der vollen Auflösung der Kamera von 8 Megapixeln aufnehmen. Möglich werde das unter anderem durch eine spezielle Bildbearbeitungseinheit des Medfield-Prozessors. Intel sieht hier vor allem mögliche Einsatzszenarien im Bereich Augmented Reality.

Erklärtes Ziel von Intel ist der Mainstream-Smartphone-Markt, ein Segment, in dem der US-Konzern derzeit noch nicht substantiell vertreten ist. Stattdessen dominieren hier die Produkte des britischen Chip-Herstellers ARM.

Bislang hat sich Intels Markteinstieg immer wieder verzögert. Eigentlich hätten die ersten Medfield-Smartphone bereits im dritten Quartal dieses Jahres auf den Markt kommen sollen. Erst auf dem Intel Developer Forum im September wurden dann aber die ersten Tablets mit Medfield gezeigt.