Aus OpenOffice wird “White Label Office”

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Mit dem Release Candiate für das neue OpenOffice.org wechselt auch der Name der quelloffenen Büro-Suite.

White Label Office 3.3.1 nennt sich der neue Release Candidate von OpenOffice.org. Diese Version soll vor allem Probleme und Fehler beheben. Die neue Version baue auf der Vorgängerversion von OpenOffice.org 3.3.0 auf. Da die Rechte an der Marke “OpenOffice.org” bei der Apache Software Foundation (ASF) liegen, kommt es jetzt zu dieser Namensänderung in White Label Office 3.3.1, weil “eine Einigung zur Nutzung der Markenrechte durch Team OpenOffice.org nicht erzielt werden konnte”, wie das Entwicklerteam mitteilt.

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Mit der Veröffentlichung von White Label Office 3.3.1 unternimmt Team OpenOffice.org den ersten Schritt in Richtung eines Maintenance-Releases für OpenOffice.org 3.3.0. Das Team OpenOffice.org will zudem mit dem für Frühjahr 2012 geplanten Maintenance-Release darauf aufmerksam machen, dass es keine Zeit zu verlieren gilt. Denn nach dem Ausstieg des Hauptsponsors Oracle ist es dringend notwendig, die elementaren und professionellen Entwicklerkompetenzen weiterhin an das Projekt zu binden. Mit Hilfe von Spenden möchte Team OpenOffice.org diese Kompetenzen sichern und langfristig erhöhen.

Im Frühjahr 2011 entschied sich Oracle das Projekt nicht weiter zu finanzieren und übertrug die Rechte an OpenOffice.org der ASF, einer ehrenamtlich arbeitenden Organisation zur Förderung von Softwareprojekten. Die eigentlichen Entwickler wurden mit dieser Entscheidung allerdings übergangen. Zudem unterhält ASF keine Entwickler für das Projekt.

“Unser Wunsch ist es, für den Maintenance-Release enger als bei allen vorangegangenen Versionen mit den Usern zusammenzuarbeiten”, erklärt Stefan Taxhet von Team OpenOffice.org. “Mit ihrem Feedback können sie an Nachfolgeversionen mitwirken und Vorschläge für neue Features und Funktionen einbringen, über die eine zeitgemäße Office-Suite verfügen sollte. Um den Austausch zu fördern, sind wir auf allen gängigen Social-Media-Plattformen aktiv und stehen mit den Usern in Kontakt.” So wolle das Team auch signalisieren, dass “es voran geht”, wie Taxhet erklärt.

Wichtigster Konkurrent von White Label Office dürfte inzwischen das Projekt LibreOffice sein. Hier haben sich große Teile der ehemaligen Entwicklergemeinde von OpenOffice versammelt, nachdem es bereits vor dem Rückzug von Oracle zu Spannungen mit dem Hauptsponsor gekommen ist. Viele große gewerbliche Anwender setzen auf LibreOffice, das offenbar über mehr Support durch die Community verfügt.

Der aktuelle Release-Candidate von White Label Office beinhaltet wichtige Security-Fixes, wieder farbige Dokument Icons, die zu guter Unterscheidbarkeit führen sowie diverse Fehlerbehebungen. Diese Vorabversion ist mit den Betriebssystemen Windows, Linux und Mac OS X kompatibel und in fünf Sprachen verfügbar: Deutsch, Englisch, Italienisch, Spanisch und Französisch.

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