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Microsoft-CEO Steve Ballmer hat die Consumer Electronic Show (CES) in Las Vegas mit einer Keynote eröffnet. Angeblich zum letzten Mal, da Microsoft 2013 nicht mehr mit einem Stand auf der CES vertreten sein will. Neuheiten sind OLED-TV, Windows Phone, Ultrabooks und “fahrbare Gadgets”.

Microsoft hat freilich angekündigt, dass Microsoft-Manager weiter vor Ort sein werden, um den Kontakt zu Kunden und Partner zu pflegen. Die Eröffnungsrede der CES lag seit vielen Jahren traditionell in der Hand des jeweiligen Microsoft-Chefs. Gary Shapiro, der Präsident des CES-Veranstalters CEA, sagte denn auch, er hoffe, dass es sich nur um eine Pause handle und dass Microsoft wieder zurückkehren werde.

In seiner Keynote brach Ballmer eine Lanze für das Betriebssystem Windows 8, das im Herbst 2012 auf den Markt kommen könnte. Für Ende Februar ist die Beta-Version angekündigt. Die Ära der Windows-PCs ist für Ballmer noch lange nicht beendet. “Der Windows-PC hat sich ständig verändert und neu erfunden”, sagte er nach Angaben der Süddeutschen Zeitung. “Mehr als 1,3 Milliarden Windows-PCs sind im Einsatz, das ist das populärste intelligente Gerät überhaupt.”

Inzwischen gibt es auch eine genauere Übersicht über das, was anlässlich der CES an wichtigen Neuheiten zu erwarten ist. LGs hat sich auf einen Ansturm für seinen Stand eingerichtet. Dort zeigt das Unternehmen einen 3D-OLED-TV mit einer Bildschirm-Diagonale von 1,40 Meter. Das Display ist nur vier Millimeter dünn und wiegt nur etwas über sieben Kilogramm. Laut LG soll das System möglicherweise schon im vierten Quartal auf den Markt kommen. Über den Preis schweigt man sich allerdings noch aus. Paul Gagnon von DisplaySearch schätzt, dass es aber “mehr als 5.000 Dollar” sein werden.

OLED-Displays gab es in den vergangenen Jahren schon immer, doch niemals gab es entsprechende Marktankündigungen, da die Technologie nicht voll im Griff ist. Möglicherweise ist man bei LG jetzt etwas weiter und hat die Lebensdauer-Probleme der Dioden auf akzeptable Werte gesteigert. Auf jeden Fall werden sowohl Sony als auch Samsung ebenfalls OLED-Displays präsentieren – inwieweit diese marktreif sind, muss erfragt werden. Beide Unternehmen planen große Pressekonferenzen.

Alle neuen TVs sind “smart”, das heißt, sie sind Netzwerk-tauglich. Doch noch ist unklar, wie der Content via Internet eingespeist werden soll. Bislang gibt es dazu in den USA nur proprietäre Verbindungen zwischen dem TV-Hersteller und einem Service-Provider – also kein Unterschied zum Kabel-TV, und folglich wechselt auch niemand. Auch Google wird einen neuen Anlauf für seine TV-Version machen. Vielleicht erhält dieses Konzept auch den Segen der Content-Provider, sodass damit endlich der Weg zum Internet-TV frei wird.

Bei den Handys, speziell Smartphones, wird es vor allem neue Geräte für den US-Markt geben – internationale Ankündigungen werden erst auf dem MWC im Februar in Barcelona erwartet. Die größten Erwartungen auf der CES richten sich an die ersten Nokia-Handys mit Windows Phone 7 – auch wenn diese noch kein LTE unterstützen.

Weitaus besser sind die neuen Android-Handys aufgestellt, allen voran Samsungs Galaxy Nexus. Android 4.0 Sandwich ist das beherrschende System bei den Neuankündigungen. Und hierfür gibt es mehr Power und Funktionalität, Quadcore-Prozessoren und LTE-Fähigkeit.

Im Bereich Mobile Computing verwischen die Kategorien und Abgrenzungen. Der von Intel geprägte Begriff der “Ultrabooks” sind nichts anderes als Netbooks, die dünner und leichter sind – so wie sie es jedes Jahr wurden. Was im letzten Jahr die Flut an Android-Tablets war, ist in diesem Jahr eine Flut an Ultrabooks. Sie sollen sowohl den Tablets als auch Apples MacBook Air Konkurrenz machen. Bei der Leistung und dem Preis liegen sie irgendwo dazwischen. Acer, HP, Samsung, Toshiba, Lenovo und viele andere werden zwischen 50 und 100 neue Systeme vorstellen. Die typische Leistung liegt bei 13,3-Zoll-Bildschirmen, vier Gigabyte RAM, SSD-Speicher bis zu 256 Gigabyte – und alles mit Windows 8.

Fotogalerie: Super-schlanke Mini-Notebooks


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Ausnahmen davon sind selten. Lenovos IdeaPad U1 ist eine solche Ausnahme. Dabei handelt es sich um ein “Hybrid-System”, das heißt, es ist Tablet und Notebook in einem. Dieses wird durch einen abnehmbaren 11,6-Zoll-Bildschirm erreicht, der für sich alleine ein ausgewachsener Tablet ist und in der Kombination als brauchbares Netbook zu nutzen ist. Lenovo setzt dafür ein eigenes Betriebssystem und einen ARM-Prozessor ein.

Doch Lenovo experimentiert gerne mit neuen Formfaktoren und Systemen. Vor zwei Jahren gab es ein “smartes Netbook”, das praktisch ein aufgebohrtes Handy war, doch der Markterfolg blieb wegen mangelnder Rechenleistung aus. Ähnlich erging es den Chromebooks von Google, die auch wieder in der Versenkung verschwunden sind.

Einen breiten Raum nimmt in diesem Jahr dagegen die Unterhaltungselektronik im Auto ein. Ford, Audi und Daimler werden in ihren Keynotes und auf den Messeständen zeigen, wie ihre Autos vom fahrbaren Untersatz zum Entertainment-Gadget mutierten, bei dem das Lenken inzwischen zur lästigsten Nebensache der Welt geworden ist.

Für Kurzentschlossenen noch ein paar Fakten: Die diesjährige CES findet vom 10. bis 13. Januar in Las Vegas statt. Die 2700 Aussteller erwarten 140.000 Besucher, denen sie rund 20.000 Neuheiten präsentieren wollen.

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