Digitales Cranach-Archiv ist online

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Die erste Aufbaustufe des ‘Digitalen Cranach Archivs‘ ist jetzt online. Es enthält neben Datensätzen von rund 400 Gemälden auch Daten zu 5000 Abbildungen und rund 2000 Textseiten. Interessierte können in die Gemälde fast bis auf die Pigmentebene zoomen und Details erkennen, die mit bloßem Auge im Museum nicht zu sehen sind.

Lucas Cranach d. Ä., Bild: The Yorck Project, Wikipedia
Lucas Cranach d. Ä., Bild: The Yorck Project, Wikipedia.

Lucas Cranach der Ältere (1472 – 1553) gehört – neben Albrecht Dürer und Hans Holbein dem Jüngeren – zu den bedeutendsten Malern und Grafikern der deutschen Renaissance. Zugleich zählt er zu den produktivsten und innovativsten Malern seiner Zeit. Bereits seine Zeitgenossen waren beeindruckt von der Geschwindigkeit, mit der Cranach produzierte.

Weltweit sind heute noch mehr als 1500 Gemälde aus der Cranach-Werkstatt erhalten, und diese repräsentieren nur einen Bruchteil des ursprünglichen Bestandes. Eine große Anzahl der erhaltenen Gemälde wurde bisher nicht wissenschaftlich bearbeitet.

"Eva", Detail einer Infrarot-Reflektografie, Bild: Heydenreich/cda.
“Eva”, Detail einer Infrarot-Reflektografie, Bild: Heydenreich/cda.

Bekannt ist, dass Cranach eine gut organisierte Werkstatt aufgebaut hatte, in der erfolgreiche Muster aufgehoben und für spätere Aufträge weitergenutzt wurden. Cranachs Lehrlinge und Gesellen waren einer strengen Disziplin unterworfen. Dies führte zu einem genormten Stil, der die Forschung vor die Aufgabe stellt, die Arbeitsteilung zwischen Meister und Mitarbeitern genauer zu untersuchen.

Das Digitale Cranach Archiv ist das Ergebnis einer Kooperation des Museums Kunstpalast Düsseldorf und Prof. Dr. Gunnar Heydenreich von der Fachhochschule Köln. In den nächsten drei Jahren soll die Datenbank ausgebaut werden. “In drei Jahren werden über 1000 Gemälde im Digitalen Archiv sein”, so Heydenreich.