usedSoft beendet Insolvenz

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Nach einer erfolgreichen Sanierung kann der Händler für Gebraucht-Software das Insolvenzverfahren beenden.

Neben der Sanierung des Unternehmens hat usedSoft auch in einer so genannten “übertragende Sanierung” eine Umfirmierung absolviert. Die neue Gesellschaft, in die der gesamte Geschäftsbetrieb übertragen wurde, heißt jetzt usedSoft International AG. “Diese kann nun unbelastet von einem Insolvenzverfahren oder früheren Verpflichtungen agieren”, heißt es in einer Mitteilung des Softwarehändlers.

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Sitz der usedSoft International AG ist Zug, Schweiz, wo auch schon vor der Insolvenz die usedSoft-Einkaufsgesellschaft beheimatet war. Diese Schweizerische Niederlassung des Unternehmens musste im Sommer Insolvenz anmelden. Als Grund für die Zahlungsunfähigkeit nennt usedSoft “Meinungsverschiedenheiten” mit einem Investor.

Im Zuge der Insolvenz der Tochtergesellschaft musste auch die deutsche Gesellschaft das Insolvenzverfahren beantragen. Als Insolvenzverwalter wurde Axel Bierbach eingesetzt, der offenbar das Verfahren der übertragenden Sanierung verfolgte.

Den Stammsitz in die Schweiz zu verlegen, scheint auch dem Geschäftsmodell des Gebraucht-Software-Händlers entgegenzukommen. Denn laut usedSoft existiert in der Schweiz offenbar ein liberaleres Urheberrecht, das auch den Handel mit gebrauchten Lizenzen erlaubt.

usedSoft liefert sich unter anderem mit Adobe und Oracle einen erbitterten Rechtsstreit über die Rechtmäßigkeit des Handels mit gebrauchten Lizenzen. Am 6. März wird der Europäische Gerichtshof in der ‘großen Kammer’ über die Rechtmäßigkeit des Handels mit online übertragenen Software-Lizenzen innerhalb der EU verhandeln.

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