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Auf dem Stadion der Cleveland Indians Baseballer wird eine Windturbine installiert, die demonstrieren soll, wie Windenergie auch im städtischen Raum genutzt werden kann.

Große Windräder sind dazu nicht mehr erforderlich. Stattdessen setzen die Entwickler auf eine Korkenzieher-förmige Struktur.

Die Helix-Windturbine wird auf einem Stahlgerüst montiert, das auf dem Stadion der Cleveland Indians montiert wird. Die Struktur soll den Wind präzise zu den kleinen Windrädern führen, die daran befestigt sind. Die Konstruktion ist ungefähr 12 Meter hoch und misst im Durchmesser ca. 5,5 Meter. Ihr Gewicht liegt bei 1,3 Tonnen. Die Helix besteht aus 80 tiefgezogenen Hartplastikstücken, die auf einem Alurahmen geschraubt wurden. Die vier kleinen Windturbinen stammen aus normaler Produktion und sind in den Windungen des Korkenziehers angebracht.

'Korkenzieher'-Windturbine an der Cleveland State University

'Korkenzieher'-Windturbine

Am einfachsten lässt sich die Konstruktion folgendermaßen erklären. Es gibt zwei Windturbinen, die auf beiden Seiten der Spirale hängen, sagte der Entwickler Dr. Majid Rashidi von der Cleveland State Universität. Wenn die Luft durch die Spirale weht, wird sie in Richtung der Windräder geleitet. Wäre die Spirale nicht da, würden sich die Windräder kaum drehen. Die Konstruktion soll pro Jahr 40.000 Wattstunden Strom erzeugen. Wenn das Design erfolgreich getestet wird, könnte es zum Beispiel in Innenstädten eingesetzt werden, in denen große Windräder nicht verwendet werden können, weil sie zu laut sind und ihr Schattenwurf die Anwohner stören würde.

Die Windgeschwindigkeit wird durch die Konsturktion um den Faktor 1,5 erhöht. Ein leichter Wind mit rund 15 km/h würde an den Windrädern zu einem 22,5 km/h starken Windstoß. Das US-Energieministerium hat 1,1 Millionen US-Dollar in das Projekt gesteckt. Der Sportclub will die Anlage nutzen, um einen Teil des Energiebedarfs zu decken und außerdem die Baseball-Fans über neue, alternative Energien und ihre Gewinnung informieren.

Informationsstände rund um das Stadium sollen die Besucher über die neue Technik informieren. Um die Energieausbeute zu demonstrieren, können Interessierte auch in die Pedale treten und versuchen, mit Muskelkraft und einem Dynamo Energie zu gewinnen.

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3 Kommentare zu AUCH DAS NOCH: Energie aus Korkenzieher-Windrad

  • 24.4.2012 um 11:26 von Volker Hempel

    Soso. Das Spiralkraftwerk erzeugt also jährlich 40.000 Wattstunden. Das sind 40 Kilowattstunden (kWh) was beim gegenwärtigen Strompreis von 25ct pro kWh in etwa 10 Euro entspricht.
    Wow!
    Was kostete diese Anlage doch gleich?
    Oder sind hier nur mal wieder dem Schreiber die Dimension abgeglitscht? (Das gibts ja öfter, peinlich genug!)

    • 24.4.2012 um 12:57 von TB

      >>sind hier nur mal wieder dem Schreiber die Dimension abgeglitscht?

      Ja – sind nämlich eigentlich 40 000 KWh

      Laut den Amerikanern reicht das immerhin für 4 Haushalte. Wenn man bedenkt, dass der Bundesdurchschnitt so um die 4000 KWh beträgt…..Mein lieber Mann, Energieeffizenzklassen scheinen dort wohl nahezu unbekannt zu sein….

  • 25.4.2012 um 23:55 von Nicht unbedingt ein 'Grüner'

    Könnte mir der verantwortliche Schreiberling bitte mal erklären warum dieser eigentlich recht sinnvolle Bericht unter der Rubrick ‘AUCH DAS NOCH’ landet ?

    Entsprechend verkleinert hätte diese Konstruktion ja vielleicht auch zwischen den Ohren genug Platz und könnte bei dem vorherrschenen Durchzug genug Windenergie für die offensichtlich dringend erforderliche Speichererweiterung liefern.

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