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Safari: Cookie-Tricksereien könnte Google Millionen kosten

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Die Tatsache, dass Google den Tracking-Schutz von Apples Browser Safari umgeht, hat jetzt die US-Handelsaufsicht FTC auf den Plan gerufen. Die Behörde verhandelt mit dem Internetkonzern angeblich über die Höhe einer Strafzahlung.

Die Strafe könnte mehr als 10 Millionen Dollar betragen, berichtet Bloomberg und beruft sich dabei auf eine mit den Verhandlungen vertraute Person. Es wäre die erste von der FTC verhängte Geldbuße wegen einer Datenschutzverletzung im Internet.

Die Behörde will dem Bericht zufolge den Vorwurf erheben, dass Google mit dem Safari-Tracking die Verbraucher getäuscht und damit gegen frühere Absprachen mit der FTC verstoßen hat. Nach Datenschutzproblemen beim inzwischen eingestellten Google Buzz war im letzten Jahr ein Vergleich geschlossen worden, bei dem Google weitreichende Zusicherungen abgeben musste. Die auf 20 Jahre angelegte Vereinbarung untersagt Google ausdrücklich, seinen Umgang mit Nutzerinformationen falsch darzustellen. Sie sieht für jeden Verstoß und Tag eine Strafe von bis zu 16.000 Dollar vor.

Im Februar war bekannt geworden, dass Google die Datenschutzeinstellung von Apples Browser Safari mit einem Trick umging, um Nutzer auf iPhone oder Computer per Cookie verfolgen zu können. Eine von Apple vorgenommene Einstellung sorgt dafür, dass Safari im Gegensatz zu anderen verbreiteten Browsern standardmäßig die Cookies von Drittanbietern blockiert.

Nachdem die Umgehung dieser Voreinstellung bekannt wurde, deaktivierte Google umgehend den Code, der Safari dazu brachte, das Setzen von Tracking-Cookies zu akzeptieren. Gleichzeitig wehrte es sich jedoch gegen die erhobenen Vorwürfe: “Wir haben bekannte Funktionen von Safari genutzt, um Features bereitzustellen, die angemeldete Google-Nutzer aktiviert haben. Es ist wichtig, zu betonen, dass diese Werbe-Cookies keine persönlichen Informationen sammeln.”

Eine FTC-Sprecherin wollte die laufende Untersuchung nicht kommentieren. “Wir arbeiten natürlich mit Behörden zusammen, die Fragen an uns haben”, teilte ein Google-Sprecher per E-Mail mit und wollte sich ebenfalls nicht weiter äußern.

[Mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de]

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