Yahoo-CEO geht ohne Abfindung aber nicht mit leeren Händen

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Nach rund vier Monaten im Amt zahlt Yahoo dem jüngst gestraucheltem Konzernchef Scott Thompson keine Abfindung. Das geht aus einer Börsenmitteilung hervor. Demnach bleiben ihm allerdings die Millionen, die er zu seinem Amtsantritt erhalten hatte.

Nach seinem Wechsel von seinem früheren Arbeitgeber Ebay zu Yahoo hatte Thompson der Börsenmitteilung zufolge einen Antrittsbonus von 1,5 Millionen bekommen – hinzu kamen 5,5 Millionen Dollar in Aktien.

Yahoo hatte sich am Wochenende von Thomspon getrennt. Zuvor hatte ein Großaktionär einen falschen Abschluss in Computerwissenschaften im Lebenslauf des Managers entdeckt und ihn damit öffentlich unter Druck gesetzt. Als Thompson kurz darauf versucht hatte, den falschen Titel auf einen Personaldienstleister zu schieben, sei das der Auslöser für die Kündigung gewesen, berichtet das Wall Street Journal. In Übereinstimmung mit anderen US-Medien berichtet das Blatt zudem von einer kürzlich entdeckten Krebserkrankung des 54-jährigen. Thompson habe sich dazu aber nicht öffentlich äußern wollen.

Es ist der zweite unrühmliche Abgang eines Yahoo-CEOs innerhalb weniger Monate. Im vergangenen Herbst war Vorgängerin Carol Bartz kurzfrsitig gefeuert worden, nachdem es nicht gelungen war, den schwächelnden Internetkonzern auf Kurs zu bringen. Nach 20 mäßig erfolgreichen Montan im Amt bekam sie damals eine Abfindung von 10 Millionen Dollar.

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