EMC: Wir erleben die vierte IT-Transformation

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Laut EMC findet derzeit eine Verschiebung bei den IT-Prioritäten statt. Waren früher Anwendungsprogramme der “Gravitationspunkt” der IT, seien es heute Daten.

EMC-Chef Joe Tucci. Quelle: Harald Weiss/silicon.de.

“Nach Mainframe, Minicomputer und Client/Server bahnt sich in der IT-Welt die nächste Infrastruktur-Umwälzung an”, rief EMC-Chef Joe Tucci in seiner Eröffnungsrede den 15.000 Teilnehmern der diesjährigen EMC-World in Las Vegas zu. Damit meint er den Wechsel auf Cloud-Computing und die Datenexplosion – Stichwort “Big Data”.

Laut EMC ist dieses die umfangreichste und weitreichendste IT-Transformation, die diese Branche bislang erlebt hat. “Cloud-Computing und Big Data revolutioniert nicht nur die IT-Welt sondern auch die Fachbereiche”, sagte anschließend EMCs COO Pat Gelsinger. Damit meint er die neuen Analytics im Zusammenhang mit Big Data. “Diejenigen Unternehmen, die ihre Daten schneller ausnutzen und die daraus mehr Informationen fürs Alltagsgeschäft ableiten können, sind ihren Konkurrenten haushoch überlegen”, so Gelsinger weiter.

EMCs COO Pat Gelsinger. Quelle: Harald Weiss/silicon.de.

Laut EMC gibt es deshalb eine Verschiebung bei den IT-Prioritäten. “Einst standen die Anwendungsprogramme im Mittelpunkt der IT-Welt, sie waren der Gravitationspunkt. Doch heute sind es Daten, um sie drehen sich alle neuen IT-Lösungen und Geschäftsanwendungen”, meint Gelsinger. Dieses geht einher mit der Umstellung auf Cloud-Computing. “Die Frage, ob Private- oder Public-Cloud, ist eine dumme Frage”, meint Tucci. Für ihn heißt die Antwort definitiv “sowohl als auch”. Laut Tucci ist Cloud-Computing auch nicht mehr ein Schlagwort, sondern bereits Mainstream in der IT-Welt geworden. “Es gibt keine Diskussionen mehr über das ob, sondern nur noch über das wie und wann”, sagte er später in einer Pressekonferenz.

Auch in Deutschland würden die einstigen Bedenken gegenüber der Rechenleistung aus der Wolke langsam zurückgehen. “Gerade im deutschen Mittelstand wächst der Druck der Fachbereiche auf die IT-Abteilung. Es wird mehr IT-Support in immer kürzerer Zeit gefordert – und da hilft nur noch der Weg in die Cloud”, sagt Sabine Bendiek, Geschäftsführerin von EMC-Deutschland, über das Anforderungsprofil ihrer Kunden und fügt noch hinzu: “Ich bin sehr davon beeindruckt, wie schnell sich unsere Kunden in diese neue Richtung bewegen.”

Um zu zeigen, wie weitreichend dieser IT-Transformationsprozess inzwischen ist, stellte EMC 42 Produkt-Neuheiten, beziehungsweise –Erweiterungen vor. Die meisten davon betreffen die Storage-Hardware, bei der sich jetzt immer mehr Flash-Memory durchsetzt. So kommen die drei oberen Storagemodelle, VMAX 40K, VMAX 20K und die VMAX 10K, nur noch mit 2,5-Zoll-SSDs auf den Markt. Das 40K-Array ist eine echte Powerbox, die sich auf bis zu vier Petabyte aufrüsten lässt. Laut Gelsinger ist das System dreimal schneller als das bisherige VMAX-System. Weitere bedeutende Hardware-Ankündigungen waren Verbesserungen an der VNX-Linie sowie neue Appliances für Deduplikation und Backup.

Bei den Software-Neuheiten ist vor allem das neue Isilon OneFS Scale-Out NAS-Betriebssystem zu erwähnen, das in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommen wird. EMC vereinfacht hier die Administration von großen NAS-Installationen, vor allem im Zusammenhang mit der File-basierten Speicherung von unstrukturierten Daten. Ein Daten-Bereich, der laut EMC siebenmal schneller wächst, als der von strukturierten, Datenbank-basierten Daten.

Die diesjährige EMC-World war die zwölfte Veranstaltung dieser Art. Jahr für Jahr gab es dazu mehr Teilnehmer. Unter den 15.000 Teilnehmern in diesem Jahr befanden sich bereits über 250 EMC-Kunden, die von Deutschland aus nach Las Vegas angereist waren. Damit stellte Deutschland nach den USA und Kanada die drittgrößte Teilnehmergruppe. “Die deutschen IT-Chefs suchen das Gespräch mit Kollegen, denn sie wollen hören, welche Erfahrungen diese mit neuen Technologien gemacht haben – und eine Veranstaltung wie die EMC-World bietet dafür eine ausgezeichnete Plattform”, lautet Bendieks Erklärung für das lebhafte deutsche Interesse.

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