AUCH DAS NOCH: Günstig wohnen im Hacker-Hostel

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Findige Tourismus-Profis sind derzeit in den USA mit einem Geschäftsmodell erfolgreich, dass sich allerdings nur schwer für deutsche Ferienregionen adaptieren lässt. “Hacker Hostels” erfreuen sich im Dunstkreis des Silicon Valley zunehmender Beliebtheit.

Nach einem Bericht der New York Times gibt es in San Francisco, Mountain View und Menlo Park bereits eine Mini-Kette solcher Hostels. Für rund 40 Euro pro Nacht bekommen die Gäste – meist junge Männer zwischen 20 und 30 Jahren – ein Etagenbett in einem Gemeinschaftszimmer und Internetzugang. Auch die Küchenbenutzung ist im Preis inbegriffen.

Der wahre Erfolgsfaktor der Hacker Hostels ist aber wo anders zu suchen. Die New York Times zitiert der 29-jährigen Justin Carden: “Der intellektuelle Anreiz hier ist unvergleichlich. Wer die Welt verändern und zu einem grundlegen bessern Ort machen möchte, muss sich mit den richtigen Leuten umgeben.”

Allerdings darf nicht jeder einchecken, der die Welt verbessern und ein bisschen mit dem Computer umgehen kann. Jedes Hacker Hostel wird von einer Frau geführt – genannt Captain. Sie ist für die Auswahl junger Programmierer, Designer, Forscher oder Wissenschaftler verantwortlich und bekocht diese auch gelegentlich. Im Gegenzug dürfen die weiblichen Captains umsonst im Hostel wohnen.

Auch hinter der Idee an sich steckt eine Frau. “Nerds werden gerne von ihresgleichen umgeben”, sagt die 28-jährige Neurowissenschaftlerin Jade Wang, die bei der NASA arbeitet. Das Internetportal Airbnb (https://www.airbnb.de/) – spezialisiert auf die Vermietung von Ferienunterkünften – hat dabei geholfen aus der Idee ein Geschäftsmodell zu machen. Die Suche nach dem Stichwort ‘Hacker’ liefert dutzende Ergebnisse in der kalifornischen Bay Area.

Deutlich verwegener und luxuriöser ist dagegen die Geschäftsidee des Startups Blueseed. Das Unternehmen will 12 nautische Meilen vor der Küste des Silicon Valley einen schwimmenden Campus für junge Unternehmer schaffen. Dabei haben die 12 nautischen Meilen nichts mit der malerischen Kulisse oder guten Tauchrevieren zu tun. Mit 12 nautischen Meilen liegt das Boot in internationalen Gewässern. Damit könnten auch ausländische Fachkräfte ohne ein Visa ein Unternehmen gründen.

Quelle: Blueseed.

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