Erfolgreiche Gespräche – Google könnte EU-Kartellverfahren entgehen

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Um ein formelles Kartellverfahren abzuwenden, verhandelt Google derzeit mit den Wettbewerbshütern in Brüssel. Der Internetkonzern ist zu Zugeständnissen bereit und hat nach Informationen der Financial Times zugesagt, das Geschäftsgebahren zu ändern. Brüssel könnte die Vorschläge akzeptieren.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, wurden Googles Vorschläge bei den EU-Wettbewerbshütern mit Wohlwollen aufgenommen. Sie seien die Basis für weitere technische Gespräche, zitiert die Agentur EU-Sprecher Antoine Colombani. Konkrete Details zu Googles Vorschlägen nannte er nicht.

Die Financial Times will mehr erfahren haben und schreibt, dass Google bereit sei, das Geschäftsgebahren zu ändern. Den Durchbruch habe eine weitreichende Zusage des Internetkonzerns gebracht. Man sei bereit, Zugeständnisse, die für die Suche auf dem PC gemacht wurden, auch auf die mobile Suche auszuweiten. Das sei eine Schlüsselfrage in den Verhandlungen gewesen. Nun müssten noch die technischen Details ausgehandelt werden. Die entscheidende Hürde, um einen jahrelangen Kartellstreit zu vermeiden, sei aber möglicherweise genommen, schreibt das Blatt.

Die Untersuchungen der EU gehen bis 2010 zurück, als sich Konkurrenten von Google und möglicherweise benachteiligte Firmen beschwerten. Eine mögliche Strafe könnte bis zu 3,8 Milliarden Dollar betragen – zehn Prozent des Umsatzes im vergangenen Jahr. Googles Ausnahmestellung bei der Internetsuche hat auch in den USA, Argentinien und Südkorea zu Kartelluntersuchungen geführt. Wie die EU drohen die Behörden dort mit Strafen. Eine Einigung gilt in solchen Fällen zwar als Schuldeingeständnis, vermeidet aber eine rechtswirksame Verurteilung.

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