Lage im Deutschen Mittelstand erfreulich

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Die wirtschaftliche Lage der mittelständischen Unternehmen ist weiterhin stabil. Gegenüber Mai überwogen im Juni ähnlich viele Unternehmen mit gestiegenen Umsätzen. Auch die bevorstehende Ferienzeit dämpft die wirtschaftlichen Erwartungen für die kommenden drei Monate nur in geringem Maß.

Die mittelständischen Unternehmen tragen über 40% zu den Ausgaben und Investitionen hinsichtlich Informations- und Telekommunikationstechnologie in Deutschland bei. Um der Bedeutung des Mittelstandes für den IT-/TK-Markt Rechnung zu tragen und die Entscheider der mittelständischen Wirtschaft bei ihrer Investitionsplanung zu unterstützen, publizieren Fujitsu und techconsult den IT-Mittelstandsindex bereits seit vielen Jahren. In einer monatlichen Befragung werden Lage und Erwartungen bezüglich Umsatz und IT-/TK-Investitionen eingefangen.

Die Nachfrage nach Informations- und Kommunikationstechnologie (IT/TK) stieg im Juni leicht an. Der Index der Ausgabenplanungen für die kommenden drei Monat ging zwar marginal zurück, dennoch zeigt er, dass die Unternehmen mit positiven Investitionsabsichten deutlich dominieren.

Die wirtschaftliche Dynamik der mittelständischen Unternehmen zeigte sich im Juni erneut stabil. Der Index der realisierten Umsätze hielt gegenüber Mai das Niveau von 117 Zählern. Damit waren die Unternehmen mit gestiegenen Umsätzen weiterhin so stark in der Überzahl wie einen Monat zuvor. Die Ferienzeit dämpft zwar die Euphorie der wirtschaftlichen Erwartungen für die kommenden drei Monate etwas, gegenüber Juni fiel der Index um vier Zähler auf einen Stand von 114 Punkten, somit bilden jedoch weiterhin die Unternehmen und
Organisationen mit steigenden Umsatzprognosen eine deutliche Mehrheit.

Im Jahresvergleich übertrifft der Indikator der realisierten Umsätze den Wert des Vorjahres um sechs Punkte. Die Aussichten für die kommenden drei Monate bleiben allerdings deutlich hinter dem Vorjahreslevel zurück. Der Indikator liegt neun Punkte unter dem Wert vom Juni 2011.

Mit Ausnahme des Handels erzielten alle gewerblichen Branchen im Juni ein Umsatzplus. Treiber der wirtschaftlichen Entwicklung war in erster Linie das Dienstleistungssegment. Industrie und Finanzgewerbe liegen im Marktdurchschnitt. Die Öffentlichen Verwaltungen halten sich mit gestiegenen und rückläufigen Umsätzen die Waage. Im Handel liegt der Index bei nur 94 Punkten, damit waren hier die Unternehmen mit gestiegenen Umsätzen deutlich in der Minderheit.

Der Mittelstand blickt zuversichtlich auf die nächsten drei Monate. Trotz Urlaubszeit wird von allen Wirtschaftszweigen eine positive Umsatzentwicklung erwartet. Überdurchschnittlich optimistisch ist die Stimmung im Finanzgewerbe und in der Industrie. Deutlich zurückhaltender im Optimismus sind Öffentliche Verwaltungen und der Handel, sie liegen mit ihrem Indikator unter dem Durchschnitt.
Die Ausgabenneigung hinsichtlich Informations- und Kommunikationstechnologie (IT/TK) stieg gegenüber dem Vormonat leicht an. Mit einem Plus von drei Zählern erreichte der Index der realisierten Ausgaben einen Stand von 109 Punkten. Damit überwogen die Unternehmen mit gestiegenen Investitionen annähernd so stark wie im Vormonat. Der Index der Ausgabenplanungen für die kommenden drei Monat ging um vier Punkte zurück und liegt aktuell bei 117 Punkten. Er zeigt, dass die Unternehmen mit positiven Investitionsabsichten trotz Rückgang weiterhin dominieren.

Im Jahresvergleich liegt der Lageindex der IT-/TK-Ausgaben mit 110 Punkten einen Punkt über dem Vorjahresniveau. Die Ausgabenplanungen sind deutlich optimistischer, sie liegen um fünf Punkte höher als im Juni 2011.

Bis auf die Versorger, tätigten alle Wirtschaftszweige im Juni überwiegend steigende IT-/TK-Ausgaben. Treibende Kräfte der Nachfrage waren der Handel und das Finanzgewerbe. Etwas unter dem Branchendurchschnitt lagen Dienstleistungen und Öffentliche Verwaltungen. In den Versorgungsunternehmen waren Unternehmen mit gestiegenen und gefallenen IT-Budgets ausgeglichen.

Die Aussichten für die kommenden drei Monate sind zuversichtlich, alle Branchen mit Ausnahme der Industrie und des Handels zeigen sich ausgabefreudig und signalisieren, ihre Budgets zu erhöhen. Den größten Optimismus prognostizieren die Öffentlichen Verwaltungen und das Finanzgewerbe mit Planungsindikatoren von 129 bzw. 133 Punkten. Im Handel hielten sich Unternehmen mit steigenden Ausgaben und Unternehmen mit rückläufigen Ausgaben die Waage. Lediglich der Index der Industrie liegt unter 100 Punkten, somit könnten hier die Unternehmen mit steigenden Budgets in den kommenden drei Monaten in der Minderheit sein.

Die Ausgaben für Hardware vielen zum dritten Mal in Folge. Der Index der realisierten Ausgaben erreichte im Juni nur 104 Punkte, gegenüber Mai gab er drei Zähler nach. Damit waren die Unternehmen mit gestiegenen Ausgaben nicht mehr so stark in der Überzahl wie noch einen Monat zuvor. Die Investitionsplanungen liegen noch immer auf einem sehr hohen Level. Der Indikator liegt mit 117 Punkten einen Punkt unter dem Vormonatswert. Er signalisiert, dass in den Sommermonaten die Unternehmen mit expansiven Investitionsabsichten überwiegen könnten.

Ein Jahr zuvor war das Ausgabenniveau geringfügig höher. Der Lageindex der Hardwareausgaben liegt drei Punkte unter dem Wert vom Juni 2011. Die derzeitigen Ausgabenplanungen liegen nahezu niveaugleich, sie konnten gegenüber dem Vorjahr einen Punkt zulegen.

Im Juni zeigten sich lediglich der Handel und das Finanzgewerbe investitionsstark, ihr Indikator liegt deutlich über dem Durchschnitt.

Während sich in Industrie und Handel die Unternehmen mit gestiegenen und rückläufigen Ausgaben noch die Waage halten konnten, erreichte der Lageindex des Versorgungssegments keine 100 Punkte, hier waren die Unternehmen mit gestiegenen Ausgaben in der Minderheit.

Der Blick auf die kommenden drei Monate signalisiert in allen Wirtschaftszweigen eine zunehmende Ausgabentätigkeit. Treibende Segmente sind in erster Linie der Versorgungssektor, die Öffentlichen Verwaltungen und das Finanzgewerbe. Deutlich unter dem Durchschnitt liegen die Industrieunternehmen.

Der Software-Markt zog im Juni gegenüber Mai marginal an. Der Indikator für Software Investitionen erhöhte sich um einen Punkt. Mit einem Index von 103 Zählern waren die Unternehmen mit expandierenden Software Ausgaben geringfügig stärker in der Überzahl als noch einen Monat zuvor. Die Investitionsplanungen liegen auf einem deutlich höheren Level, jedoch auch hier mit rückläufiger Tendenz. Der Indikator fiel gegenüber dem Vormonat um drei Punkte auf einen Stand von 110. Die Prognose zeigt, dass auch in den Sommermonaten die Unternehmen mit expansiven Ausgabenplanungen überwiegen könnten.

Bei den getätigten Ausgaben bleibt der Index hinter dem Vorjahresniveau zurück. Im Vergleich zum Juni 2011 liegt der Index der realisierten Software-Ausgaben vier Punkte unter dem Vorjahreswert. Die Investitionsplanungen liegen punktgleich auf dem Level vom Juni 2011.

Im Markt für Kommunikationsprodukte gab es im Juni kaum Bewegung. Der Ausgabenindex schaffte die 100 Punkte nicht ganz. Gegenüber Mai gab er zwei Punkte nach und liegt aktuell bei 99 Punkten. Somit konnten sich die Unternehmen mit expansiven Ausgaben für Kommunikationsprodukte gegenüber denen mit rückläufigen Ausgaben nicht durchsetzen und waren geringfügig in der Minderheit. Der Ausblick auf die kommenden drei Monate verspricht etwas mehr Optimismus, die Investitionsneigung sollte aus Sicht der Mittelständler im nächsten Quartal anziehen. Gegenüber Mai zeigt sich der Planungsindex relativ stabil, er gab lediglich einen Punkt nach und liegt derzeit bei 105 Zählern.

Im Jahresvergleich liegt der Index der realisierten Ausgaben für Kommunikation mit fünf Punkten deutlich unter dem Wert vom Juni 2011. Die zukünftige Nachfragebereitschaft gewann gegenüber dem Vorjahresmonat zwei Punkte hinzu.

Die Nachfrage nach IT- und TK-Dienstleistungen zog im Juni gegenüber Mai geringfügig an, der Indikator liegt bei 105 Punkten und somit einen Punkt höher als im Monat zuvor. Damit setzten sich die Firmen mit gestiegenen Service-Ausgaben weiterhin gegenüber denen mit rückläufigen Budgets durch. Der Index der Ausgabenplanungen konnte dagegen den Vormonatswert nicht ganz erreichen, es sind weniger Impulse für steigende Ausgaben in den nächsten drei Monaten zu erwarten. Der Index gab zum zweiten Mal in Folge nach, dieses Mal um drei Punkte und liegt aktuell bei 107 Zählern.

Im Jahresvergleich liegt der Index der realisierten Service-Ausgaben einen Punkt über dem Niveau von 2011. Der Indikator der zukünftigen Nachfragebereitschaft gewann gegenüber Juni 2011 einen Punkt hinzu.

Der IT-Mittelstandsindex ist ein Projekt von Fujitsu und techconsult.

Etwaige Abweichungen zum Geschäftsklimaindex des ifo Institutes erklären sich aus Unterschieden in der Methodik (Unmittelbarer Vergleich mit dem Vormonat und getrennte Ausweisung von Lage und Erwartungen beim IT-Mittelstandsindex) sowie unterschiedlichen Befragtengruppen: Der IT-Mittelstandsindex untersucht alle Branchen, ausschließlich aus dem Mittelstand; der ifo Konjukturtest beschränkt sich demgegenüber auf die Sektoren Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe, Groß- und Einzelhandel und bezieht dort alle Größenkategorien in die Analyse ein.

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