Vorschau auf Hotmail-Nachfolger Outlook.com

EnterpriseMarketingMobileNetzwerk-ManagementNetzwerkeProjekteSoftwareSoftware-HerstellerSoziale NetzeZusammenarbeit

Microsoft will Nutzer von Gmail und Yahoo weglocken und bietet jetzt die erste Vorschau auf den Consumer-Webmailer Outlook.com.

Outlook.com ist deutlich aufgeräumter als der Vorgänger Hotmail. Noch verfügt der öffentliche Test jedoch nicht über den vollständigen geplanten Funktionsumfang. Quelle: Microsoft

Der neue Dienst Outlook.com steht seit Anfang dieser Woche zum Testen und ausprobieren bereit. Möglicherweise wird Microsoft damit auch den bestehenden Web-Mailer Hotmail ablösen. Daneben hofft Microsoft offenbar auch, mit Outlook.com Nutzer von konkurrierenden Diensten wie Gmail, GMX, Web.de oder Yahoo Mail abziehen zu können.

Outlook.com biete laut Microsoft eine “saubere” und “intuitive” Nutzerschnittstelle. Auf Werbung scheint Microsoft mit Outlook.com verzichten zu wollen. Um den neuen Dienst auf die Bildschirme von Mobilgeräte anzupassen, konzentriert sich Microsoft hier auf die Darstellung von Nachrichten. Andere Funktionen wie Suchfelder, rücken eher in den Hintergrund beziehungsweise an den Rand.

Zudem versucht Microsoft mit dem neuen Dienst, in das Zeitalter der sozialen Netzwerke vorzudringen in dem es nach OpenXchange-Vorbild über Exchange ActiveSync verschiedene soziale Netze in Outlook.com integriert und auch auf verschiedenen Geräten und Plattformen nutzbar macht.

Damit können derzeit Inhalte aus Facebook, Flickr, LinkedIn und Youtube in Outlook.com zusammengefasst dargestellt werden. Twitter wird zwar von Microsoft bereits beworben, derzeit ist jedoch noch keine Integration möglich. Auch weitere Dienste wie Google oder das hauseigene Skype sollen in den nächsten Wochen in Outlook.com integriert werden.

Outlook.com sortiert Nachrichten und ketegorisiert diese in verschiedenen Bereichen. Mails von Kontakten, Newsletter oder auch Inhalte aus sozialen Netzwerken werden so in verschiedenen Gruppen dargestellt.

Das Design erinnert stark an die Vorlage von Google und ebenso wie bei der Konkurrenz erlaubt Microsoft über das Mail-Programm auf das Docks-Pendant Office Web Apps, also den Cloud-Versionen von Word, PowerPoint, OneNote und Excel. Auch Microsofts Online-Festplatte SkyDrive ist über Outlook.com erreichbar.

Outlook.com fasst auch Nachrichten und Informationen aus RSS-Feeds und sozialen Netzwerken zusammen. Twitter und Skype werden in den nächsten Wochen in Outlook.com integriert werden. Quelle: Microsoft.

Derzeit ist laut Microsoft geplant, nach der Testphase von Outlook.com den bisherigen Dienst Hotmail in Outlook.com aufgehen zu lassen. Allerdings können Nutzer auch in dem neuen Dienst ihre angestammten Mail-Adressen weiterverwenden. Auch Passwörter, Einstellungen und Regeln, wie zum Beispiel Mail-Filter bleiben in der neuen Version erhalten.

“Wir haben hart daran gearbeitet, Personal Email neu zu entwerfen – beginnend im Rechenzentrum bis hin zur Nutzererfahrung”, kommentiert der Microsoft-Mitarbeiter Chris Jones in einem Blog.

Diese Vorschau sei lediglich eine erste Vorschau. “Doch Outlook.com ist bereit, um unser wichtigster E-Mail-Service zu werden”, so Jones weiter. Nutzer können sich ab sofort eine @outlook.com-Adresse sichern, oder auch mit einer bestehenden Hotmail-Adresse auf den Dienst zugreifen.

Auch wenn es den gleichen Namen trägt, handelt es sich bei Outlook.com um ein anderes Produkt, das auch mit Outlook Web Access nur den Namen und einige Funktionen wie zum Beispiel einen Kalender gemein hat. In wie weit Microsoft hier eine Produkt-Integration plant, ist derzeit nicht bekannt.

Das Interesse an dem neuen Microsoft-Dienst scheint groß: Schon wenige Stunden nach dem Start, meldet Microsoft via Twitter, über 1 Million neuer Nutzer.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen