AUCH DAS NOCH: Mit Open Source gegen den Krebs

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Der Open-Source-Gedanke könnte vielleicht künftig auch Krankheiten heilen. Denn viele Augen sehen auch mehr Fehler oder Krankheiten.

Diesen Gendanken hatte ein italienischer Künstler, bei dem ein Hirntumor diagnostiziert wurde. Er wollte die Aufnahmen Bekannten zeigen, stellte dabei jedoch fest, dass die nur über ein proprietäres Format in einem speziellen Programm betrachtet werden können.

Daraufhin hat er die Dateien geknackt und hat diese jetzt ins Internet gestellt. “Jetzt kann ich die Daten mit drei Ärzten teilen”, erklärt Salvatore Iaconesi.

Doch die Aufnahmen von seinem Krebs einfach nur weiteren Ärzten zu zeigen reicht Iaconesi nicht. Er will ‘Cure’, also Heilung im weitesten Sinne: “Nimm die Informationen über meine Krankheit, und wenn Du willst, gibt mir eine Heilung. Mach ein Video, ein Kunstwerk, eine Karte, einen Text, ein Gedicht, oder finde eine Lösung für mein Gesundheitsproblem.” Somit sind nicht nur Ärzte und Radiologen eingeladen, sich mit Iaconesis Daten auseinander zu setzen.

Die Vorschläge, Tipps und Genesungswünsche, die Iaconesi bekommt, veröffentlicht er neben den Daten über seine Krankheit auf seiner Web-Seite. Inzwischen sind knapp 100 Beiträge zu sehen. Und so ist das Projekt “la Cura“, die Heilung, nicht nur eine ungewöhnliche aber ermutigende Art, sich mit seiner Krankheit auseinander zu setzen, sondern gleichzeitig auch der Versuch offene Standards in der Medizintechnik zu etablieren. Denn von den drei Ärzten, die Iaconesi kontaktierte, hätten bereits zwei die Aufnahmen betrachtet und ihre Sicht der Dinge erklärt.

Iaconesis Ansatz ist vielleicht auch ein bisschen mit dem von Sam Muirhead zu vergleichen, der sich vorgenommen hat, ein ganzes Jahr lang nur mit Open-Source-Produkten zu leben.

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