Desktop-Virtualisierung – Lösung für mobile Mitarbeiter?

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In Zeiten von Bring-Your-Own-Device und wachsender Mobilität von IT-Anwendern in Unternehmen ergeben sich immer neue Herausforderungen an die IT. Ob Apple, Samsung, Microsoft oder RIM – die Vielfalt an Smartphones und Tablet-PCs wird immer größer. IT-Abteilungen stehen nun vor der herausfordernden Aufgabe, die unterschiedlichen Geräte mit Anwendungen auszustatten und miteinander zu vernetzen.

Aber wie lässt sich dies am besten umsetzen? Desktop-Virtualisierung stellt eine veritable Lösung dar, um diesen Anforderungen entsprechend zu begegnen.

Mobilität – Essentiell im heutigen Geschäftsleben

Überall und jederzeit erreichbar sein – so beschreiben viele die heutige Arbeitswelt. Eine wachsende Vielfalt an Smartphones und Tablet-PCs unterstreicht und fördert diese Entwicklung, führt daneben jedoch auch zu einer immer heterogener werdenden IT-Infrastruktur in Unternehmen, die von IT-Abteilungen nun sinnvoll verwaltet werden muss. Das heißt, es muss auf der einen Seite für ein größtmögliches Maß an Sicherheit gesorgt werden, etwa auch bei der Nutzung privater Endgeräte für Unternehmenszwecke. Auf der anderen Seite gilt es, Technologien bereitzustellen, die die Produktivität mobiler Anwender sicherstellen bzw. erhöhen. Um dies zu erreichen, brauchen Mitarbeiter vor allem mobile Applikationen und den orts- und zeitunabhängigen Zugriff auf Daten – damit alle Aufgaben auch von unterwegs aus erledigt werden können. IDC geht davon, dass das technologische Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft ist und Unternehmen hier in den nächsten Monaten verstärkt aktiv werden.

Desktop-Virtualisierung als Baustein der Lösung

Eine Möglichkeit, Mitarbeiter ihre Arbeitsausstattung trotz der Vielfalt an Endgeräten zentralisiert und sicher mobil zu Verfügung zu stellen, ist Desktop-Virtualisierung. Dabei wird mithilfe einer “Virtual Machine Software”, also eines Hypervisors die Client Umgebung, wie etwa Betriebssystem, Applikationen, Daten und persönliche Einstellungen von der Host Hardware entkoppelt und von anderer Software, die auf dem Rechner läuft, isoliert. Auf diesen virtuellen Desktop lässt sich dann aus dem Unternehmensnetzwerk oder per Internet zugreifen. Anwender können so geräteunabhängig alle nötigen Materialien nutzen und sind dadurch wesentlich flexibler. IDC erwartet sowohl kurz- als auch langfristig ein gesundes Wachstum im Markt für Desktop-Virtualisierung.

Und was bedeutet das für IT-Entscheider?

Die oben beschriebene wachsende Mobilität ist eine unaufhaltsame Entwicklung in der Gesellschaft, Unternehmen und IT-Abteilungen müssen sich darauf einstellen. IDC geht davon aus, dass Unternehmen innerhalb der nächsten 18 Monate Strategien zum Umgang mit diesem technologischen Wandel entwickeln werden – oftmals auch mithilfe externer Anbieter. Mit Desktop-Virtualisierung kann die Bereitstellung der Arbeitsausstattung vereinfacht und die Interoperabilität der Unternehmensapplikationen auf vielfältigen Endgeräten sichergestellt werden.

Wenngleich es bisher nur wenig fundierte Kennzahlen über die Höhe tatsächlich generierter Kostensenkung in der IT gibt, bringt Desktop-Virtualisierung nach Ansicht von IDC dahingehend großes Potenzial. Grund ist zum einen die zentralisierte Verwaltung virtueller Desktop-Umgebungen sowie die viel einfachere Bereitstellungen neuer Arbeitsplätze, die sich positiv auf das IT-Budget auswirken dürfte.

Mit Desktop-Virtualisierung wird die Flexibilität von IT und Anwendern deutlich gesteigert. Updates, Patches oder neue Anwendungen können zentral von der IT-Abteilung auf allen Desktops ausgerollt werden, ohne dass sie dafür tatsächlich auf die Geräte zugreifen muss. Künftig auftretende Anforderungen können auf diese Weise stets zeitnah erfüllt werden. Dies gilt vor allem auch für Anwendungen zur Gewährleistung der IT-Sicherheit. Die Anwender werden produktiver arbeiten können als vorher, da ein beschädigtes oder verlorenes Endgerät nicht mehr automatisch den Verlust installierter Anwendungen, gespeicherter Daten oder persönlicher Einstellungen bedeutet.

Trotz der vielen Vorteile sollte die Desktop-Virtualisierung nicht als Allheilmittel für alle Herausforderungen gesehen werden. Der Zugriff über Netzwerke kann außerhalb des Firmennetzwerkes mitunter zu langen Ladezeiten führen und sich dadurch sogar negativ auf die Produktivität der Mitarbeiter auswirken. Hier sollte im Einzelfall geprüft werden, welche Technologie die geeignete ist und welche Alternativen in Frage kommen.