Adobe erweitert Acrobat XI mit Web-basierter Dokumentenverwaltung

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Neu in der Acrobat-Familie sind jetzt Adobe FormsCentral, eine integrierte Cloud-Lösung für die Verwaltung von Dokumenten und die Signatur-Funktion Adobe EchoSign. Acrobat Standard und Pro bieten jetzt die Möglichkeit zur vollständigen PDF-Editierung, den Export in Microsoft PowerPoint sowie Touch-Funktionen auf Tablets.

Darüber hinaus hat Adobe unter anderem auch Details vervessert, wie zum Beispiel das Erstellen von barrierefreien Dokumenten oder das Archivieren von Multimedia-Inhalten innerhalb eines Dokumentes. Parallel zu der aktualisierten Produktfamile hat Adobe auch das Web Contracting mit Adobe EchoSign und die Formularerstellung, Datensammlung und –analyse mit Adobe FormsCentral vorgestellt. EchoSign ist derzeit in der EU und in Deutschland verfügbar doch kann diese Unterschriftlösung derzeit in Deutschland noch nicht rechtsverbindlich eingesetzt werden, wie Adobe bei einer Vorstellung des Produktes erklärte. Um das unternehmensweite Arbeiten mit Dokumenten zu erleichtern hat Adobe nun Acrobat XI vollständig mit Microsoft Office und SharePoint integriert.

“Das papierlose Büro ist nach wie vor eine Utopie und wird es vielleicht auch nie geben”, so Mathias Kraus, Analyst bei dem Marktforschungsunternehmen IDC zu einer von Adobe beauftragten weltweiten Studie über Information Worker. Dennoch könnten adäquate Lösungen für ein durchdachtes Dokumentenmanagement einem Unternehmen deutliche Kostenersparnisse bescheren. Laut IDC-Studie kosten ineffiziente Prozesse pro Mitarbeiter pro Jahr rund 14.500 Euro. In einem Unternehmen mit 1000 Mitarbeitern ließen sich dafür 195 neue Angestellte beschäftigen.

Quelle: Adobe

Und genau hier versucht Adobe nun mit der Acrobat-Familie anzusetzen. Vor allem die Web-basierte Verwaltung über Forms Central sowie andere ‘kleinere’ Verbesserungen sollen den so genannten Information Worker effizenter machen.

Mit neuen Werkzeugen lassen sich einzelne Abschnitte, Bilder und Objekte in PDF-Dokumenten jetzt per Drag and drop einfacher und komfortabler als bisher editieren. Ausgewählte Inhalte oder verschiedene Dokumente können in einer PDF-Datei neu angeordnet und zusammengefügt werden, ohne die Ursprungsdatei zu verändern. So können einzelne Inhalte aber auch verschiedene Dokomenten zu Sammlungen oder Portfolios zusammengeführt werden. Auch den Schutz vor unerwünschten Zugriffen, Änderungen und unberechtigtem Kopieren oder Ausdrucken hat Adobe laut eigenen Angaben optimiert.

Zusätzlich zu dem Adobe PDF Whitelist-Framework ist die selektive Aktivierung von JavaScript sowohl für Windows als auch für Mac OS möglich. Mithilfe des Aktionsassistenten (Action Wizard) die mehrstufige PDF-Erstellung und notwendige Sicherheitsmaßnahmen schnell und einfach auf die Geräte der User bringen, um so ein einheitliches unternehmensweites Vorgehen zu gewährleisten.

Nutzer haben nun die Möglichkeit, PDF-Dokumente als PowerPoint-, Word- oder Excel-Datei abzuspeichern und Abschnitte oder komplette PDFs als Microsoft-Office-Dokumente oder Webseiten weiterzuverwenden. Auch wenn Adobe Acrobat Indesign nicht ersetzen kann, hat Adobe doch großen Wert darauf gelegt, dass zum Beispiel die Absätze auch bei Textänderungen ohne Formatierungsverluste korrekt fließen. Deutlich erweitert hat Adobe auch die Kommentar-Funktion, die bei der Zusammenarbeit an einem Dokument jetzt mehr Flexibilität bietet. Ebenfalls neu sind die Funktion “Barrierefrei machen” und ein Prüfwerkzeug für barrierefreie PDF-Dokumente nach den Standards PDF/UA sowie WCAG 2.0.

Mithilfe des integrierten Cloud-Services Adobe EchoSign lassen sich Dokumente oder Verträge im Web elektronisch signieren und übermitteln. Adobe FormsCentral vereinfacht die Erstellung und Verteilung von Formularen sowie deren Auswertung.

Sowohl Acrobat als auch Reader können von Administratoren zentral verwaltet und als virtuelle Applikationen bereitgestellt werden. Kostenlose Tools sollen eine einfache Installation und Konfiguration erlauben.

Bis 18. Oktober stellt Adobe an neun Terminen die neuen Funktionen der Acrobat-XI-Produkte in einer Online-Show vor. Die Teilnahme ist kostenlos und setzt keine Anmeldung voraus. Alle Präsentationen stehen jeweils im Anschluss als Aufzeichnung zur Verfügung. Zum Abschluss am 18. Oktober geht es um die Themen Sicherheit, TCO, Deployment und Lizensierung.

Innerhalb der nächsten 30 Tage wolle Adobe Die einzelnen Produkte entweder über Händlern oder über die Adobe Creative Cloud verfügbar machen. Die Vollversion von Acrobat XI Standard wird voraussichtlich 349 Euro kosten, das Upgrade 165 Euro. Für die Pro-Variante werden 559 Euro respektive 239 Euro fällig. Zeitgleich sollen eine 30-Tage-Testversion von Acrobat sowie der kostenlose Reader XI und Testversionen für die Cloud-Services bereitstehen. Letztere sind im Abonnement jeweils ab 15 Euro erhältlich.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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