HP baut massiv Stellen in Österreich ab

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In der Landesgesellschaft Österreich will HP besonders viele Stellen reduzieren. Ein Sozialplan ist bereits ausgehandelt und wie auch in der deutschen Niederlassung sollen die Streichungen bereits Ende 2013 umgesetzt sein.

Weltweit will HP aktuell 29.000 Stellen abbauen. Die Konzern-Mutter gibt vor, dass diese bis Oktober 2014 umgesetzt werden müssen. Nun hat sich der neue Österreich-Chef von HP zu Wort gemeldet und erklärt, dass in Österreich von den rund 850 Angestellten insgesamt 104 Mitarbeiter gehen müssen. Das Ausmaß der Streichungen in Österreich war bislang unbekannt. Europaweit ist derzeit von einem Stellenabbau in Höhe von 8000 Mitarbeitern die Rede.

Norbert Schöfberger erklärte jetzt, dass man auch bereits mit den Mitarbeitern gesprochen hätte. Zudem sei ein Sozialplan vereinbart und ein Sicherheitsnetz für die betroffenen Mitarbeiter geschaffen worden.

Neben so genannten natürlichen Abgängen werde man aber auch zu echtem Stellenstreichungen greifen müssen. Die Zeit der Unruhe und Unsicherheit jedoch wolle Schöfberger aber möglichst kurz halten. Im welchen Verhältnis jedoch diese natürlichen Abgänge und echten Streichungen stehen, wollte Schöfberger hingegen nicht mitteilen.

Mit den Streichungen werde auch die Organisation der Landesniederlassung vereinfacht. So sollen beispielsweise Drucker- und PC-Sparte zusammengelegt werden. Partner-Unternehmen sowie der Fachhandel sollen von der Restrukturierungsmaßnahme jedoch unberührt bleiben, verspricht der HP—Österreich-Chef.

In Deutschland sollen am Standort Böblingen wie zuletzt bekannt wurde, insgesamt 450 Stellen gestrichen werden. Volker Smid jedoch wolle, wie aus einer internen Mail hervorgeht, diese Strukturierung möglichst sozialverträglich und möglichst schnell umsetzen. Auch er will bereits die Vorgaben Ende 2013 erfüllt haben. In Deutschland sollen auch Mittel wie interne Stellenausschreibungen oder Umschulungen zum Einsatz kommen. Es ist aber davon auszugehen, dass in einer zweiten Kündigungswelle noch einmal Entlassungen in etwa der gleichen Größenordnung anstehen, denn der Betriebsrat geht derzeit von einem Arbeitsplatzabbau in Höhe von etwa 1000 Mitarbeitern aus.

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