Vom Reporting zur Planung ist es oft ein weiter Weg

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Kaum ein deutsches Unternehmen nutzt nicht die Vorteile von Reporting-Lösungen. Doch bei der Auswertung dieser Daten für eine Budgetierung und Planung verlassen sich nach wie vor viele Unternehmen auf die Hilfsmittel aus Microsoft Office und müssen so einen Medienbruch hinnehmen.

Die meisten Unternehmen setzen beim Reporting bereits eine echte Standardsoftware ein, der Anteil von Excel und anderen Bordmitteln ist ebenso wie der Eigenentwicklungsanteil deutlich gesunken.

Insbesondere in den letzten Jahren hat hier die Standardisierung zugenommen und der Aspekt der Integration wird vermehrt in den Vordergrund gestellt. So können die meisten Unternehmen bereits zunehmend integriert auf die Unternehmenszahlen und Kennzahlen über die aktuelle Situation zugreifen. Das Thema Planung und Budgetierung wird dagegen noch häufiger stiefmütterlich behandelt und ist noch nicht in allen Fällen mit Standardsoftware abgebildet. Dies ergab die Studie „Business Intelligence – Entwicklung und Potenziale in Deutschland 2012“. In Kooperation mit SAP und dem PCS Beratungscontor sowie weiteren Partnern wurden Ende 2011 über 300 Verantwortliche von großen deutschen Unternehmen telefonisch zu ihren BI-Initiativen befragt.

16 Prozent der Unternehmen setzen im Bereich Planung und Budgetierung keine Lösung ein und addieren sich damit zu den weiteren 12 Prozent, die zwar angaben, hier eine Software einzusetzen, die aber nach Prüfung rein auf Excelbasis stützte. Damit existiert in mehr als einem Viertel der befragten Unternehmen noch ein Medienbruch und die Planung kann zumeist nicht direkt auf dem laufenden System durchgeführt werden.

Die zunehmende Relevanz zeigt sich aber auch in den Investitionsvorhaben. Jedes zehnte Unternehmen plant eine Investition in den Bereich der Planungs- und Budgetierungssoftware oder denkt zumindest darüber nach. Darunter sind vermehrt (7 Prozent) auch Unternehmen die planen, neu in diesen Bereich zu investieren.

Daneben finden sich bei drei Prozent der Unternehmen Ersatz- oder Konsolidierungsplanungen. Denn häufig werden in den Unternehmen schon viele Planungsszenarien abgebildet und es kommen neue hinzu wie beispielsweise die immer wichtiger werdende Liquiditäts- und Cashflowplanung. Die Integration der verschiedenen Sichten auf das Unternehmen ist häufig noch mühsam, wenn Teile oder einzelne Prozesse nicht über ein integriertes System abgebildet werden können. Hier besteht noch durchaus Nachholbedarf in den Unternehmen.

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