EU investiert Millionen in die Jobsuche von Nokia-Angestellten

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Die Europäische Union will mit insgesamt 12 Millionen Euro in verschiedenen Mitgliedsländern die Jobsuche von entlassenen Nokia- und Flextronic-Mitarbeitern unterstützen.

Im finnischen Salo hatte nicht nur eine Vorzeigeproduktion, sondern hatte hier zuletzt auch das Lumia 800 gefertigt. Quelle: Nokia

Das Geld wird speziell in die Mitgliedsstaaten Finnland, Dänemark und Rumänien fließen. Es stammt aus dem Europäischen Fonds für die Anpassung an die Globalisierung (EGF).

Aufgeschlüsselt gehen 2,9 Millionen Euro nach Rumänien, wohin Nokia unter anderem umzog, als ihm der Standort Bochum zu teuer geworden war. Dort ist zusätzlich ein Zulieferer betroffen. Im finnischen Salo, wo rund 1000 Nokia-Angestellte den Job verloren haben, werden 5,3 Millionen Euro ausgeschüttet. Die Fabrik – Nokias letzte in der finnischen Heimat – wurde komplett geschlossen.

Insgesamt verlieren dieses Jahr rund 30.000 Nokia-Angestellte die Arbeit. Der Grund sind Kosteneinsparungen und eine Produktionsverlagerung nach Asien.

Bei Flextronics haben 153 Mitarbeiter ihren Job verloren. Für sie stellt der EU-Fonds 1,3 Millionen Euro bereit, sofern das europäische Parlament und der Ministerrat ihre Zustimmung erteilen. Das Geld ist grundsätzlich für Fortbildungsmaßnahmen, Hilfe bei der Suche nach einem neuen Job und Starthilfe für Eigengründungen vorgesehen.

Die EU hatte aus dem Globalisierungs-Fonds im Jahr 2009 5,6 Millionen Euro an die entlassenen Nokia-Mitarbeiter in Bochum ausgeschüttet.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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