Stuttgarter Firma macht Raspberry Pi zur ERP-Appliance

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Die günstige Bastler-Hardware Raspberry Pi hält jetzt Einzug ins Unternehmensumfeld. Ein Stuttgarter Unternehmen hat aus dem Mini-PC eine ERP-Appliance konstruiert. Bis zu drei Anwender sollen parallel auf dem Gerät arbeiten können.

Die All for Accounting GmbH aus Stuttgart hat eine ERP-Software für den 27-Euro-Linux-PC Raspberry Pi entwickelt. Es will sie als vorinstalliertes Paket noch im Jahr 2012 auf den Markt bringen.

Raspberry Pi als ERP-Appliance (Bild: All for Accounting)

Raspberry Pi als ERP-Appliance (Bild: All for Accounting)

Für 5. Dezember ist eine Pressekonferenz geplant, auf der der Anbieter Details seines Angebots nennen wird. Fest steht, dass es sich um das ERP-Programm Mercaware handeln wird – aber nicht, ob bei der Portierung auf den Pi einige der Funktionen weggelassen werden mussten. Mercaware ist auch als Clouddienst buchbar.

Die Raspberry-Pi-Platine kommt aktuell mit 512 MByte Arbeitsspeicher, was All for Accounting zufolge ausreicht, um von drei Anwendern gleichzeitig bedient zu werden. Dies decke den Bedarf der meisten kleinen Unternehmen, Selbständigen und Existenzgründer.

Einen Preis hat All for Accounting noch nicht kommuniziert. Der teilweise in Großbritannien gefertigte Rechner selbst kostet nominell 27 Euro; bei einem Import nach Deutschland fallen inklusive Mehrwertsteuer insgesamt um die 35 Euro an. Außer mit der ERP-Software scheint das Stuttgarter Unternehmen den Linuxcomputer auch um ein Gehäuse zu ergänzen, wie sich aus ihrem Produktbild erschließt: Der Pi wird standardmäßig als reine Platine ohne Gehäuse verkauft.

Der Raspberry Pi war von der gleichnamigen Foundation ursprünglich als billiger Schulcomputer konzipiert worden, der beim Erlernen der Programmierung hilft. Auf seiner Basis sind zuletzt aber auch ein Computing-Cluster im Lego-Rack und eine Retro-Spielkonsole entstanden.

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