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Französische Behörden werfen jetzt den USA vor, mit einer Variante der Spionage-Software Flame in die Rechner des ehemaligen französischen Staatsoberhauptes Nicolas Sarkozys eingedrungen zu sein.

Den Übergriff mit Flame meldet die französiche Zeitung l’Express unter Berufung auf anonyme französische Beamte. Demnach hätten die USA sich über den Schädling, der unbestätigten Berichten zufolge von den Geheimdiensten der USA und Israel stamen soll, Anfang des Jahres in das Büro des französischen Staatspräsidenten gehackt.

Laut Magazin-Bericht sollen mehrere Rechner von engen Beratern des Präsidenten von dem Schädling kompromittiert gewesen sein. Einer der betroffenen soll der Personal-Chef des Präsidentenbüros Xavier Musca sein und der Übergriff soll sich im Mai ereignet haben.

Dabei soll ein Schädling verwendet worden sein, der Charakteristiken der Spionage-Software Flame trägt. Daher werfen jetzt namentlich nicht genannte französische Beamte den USA vor, der Verursacher dieses Übergriffs gewesen zu sein.

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Wie das Magazin berichtet, soll sich der Übergriff zwei Tage vor der Wahl ereignet haben, bei der Sarkozy sein Amt an den sozialistischen Herausforderer Francois Hollande verlor.

In einem Interview mit l’Express habe die Sicherheitsekretärin des Homeland Security Janet Napolitano auf die Vorwürfe hin erklärt: “Wir haben keinen größeren Partner als Frankreich und wir haben keinen wichtigeren Verbündeten. Wir kooperieren in vielen Sicherheitsrelevanten Bereichen. Ich bin daher hier, um diese Verbindungen zu intensivieren und neue zu knüpfen.” Napolitano stellt aber auch klar, dass die beiden Viren Flame und Stuxnet niemals auf die US-Regierung zurückgeführt wurden.

Martin Schindler
Autor: Martin Schindler
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