IT-Jobsuche: Social Media wenig effektiv

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Obwohl sich viele IT-Fachleute in Deutschland über soziale Netzwerke bewerben, finden sie dabei nur selten einen passenden Job. Das hat eine Umfrage von IT Job Board ergeben. Dennoch sei die Nachfrage nach IT-spezifischen Jobplattformen groß.

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Quelle: IT Job Board.

Die Befragung von über 330 IT-Fachleuten in Deutschland habe ergeben, dass Stellenausschreibungen im Internet mit Abstand häufiger gelesen werden, als solche in Zeitungen und Fachmagazinen. So greift gerade mal jeder zehnte IT-Profi zum Print-Magazin, wenn er auf der Suche nach einem neuen Job ist. Drei- bis sechsmal so viele besuchen stattdessen im Internet die einschlägigen Jobportale. Gleichzeitig gehen knapp 82 Prozent der Befragten davon aus, dass sich Arbeitgeber in sozialen Medien über ihre Bewerber informieren.

“Die Online-Affinität der IT-Branche ist sehr ausgeprägt”, sagt Markus Tautz, Deutschlandchef von IT Job Board Deutschland. “Gleichzeitig stellen IT-Fachleute hohe Ansprüche, denn sie können sich den Arbeitgeber häufig aussuchen.”Dabei haben sich die grundsätzlichen Methoden zur Jobsuche im Vergleich zum vergangenen Jahr nicht geändert. Die Mehrheit der IT-Profis nutzt mehrere parallel: Sie stellen sich bei einem Headhunter vor (69 Prozent), lesen Anzeigen in Online-Medien (66 Prozent) oder auf IT-spezifischen Jobplattformen (66 Prozent) oder bewerben sich direkt beim neuen Arbeitgeber (62 Prozent).

Von den sozialen Netzwerken wurde Xing bislang am häufigsten ausprobiert (77 Prozent). Die Erfolgsquote war zwar rund sieben Prozent höher als im Vorjahr, aber immer noch relativ gering. Ähnlich sah es bei LinkedIn aus, auf dem knapp 27 Prozent suchten, aber nur vier Prozent eine neue Stelle erhielten. Eine neue Anstellung über Facebook und Twitter zu finden, gelang fast niemandem, obwohl es immerhin knapp 10 beziehungsweise vier Prozent versuchten.

Damit widersprechen die Umfrageergebnisse den jüngsten Aussagen von LinkedIn zu diesem Thema. Vor dem Hintergrund steigender Nutzerzahlen in Deutschland hatte das soziale Business-Portal zuletzt auf die Beliebtheit der LinkedIn-App bei der Jobsuche verwiesen. Nach einer aktuellen Studie von Bitkom Research würden 42 Prozent aller befragten Teilnehmer mobile Applikationen für eine erste Kontaktaufnahme oder Bewerbung nutzen.

Unterdessen hat Frage- und Antwortplattform Stack Overflows angekündigt, dass das angebundene Jobportal Careers 2.0, ab sofort auch in einer deutschsprachigen Version für Jobsuchende und Stellenanbieter zur verfügbar steht. Das Portal sei der weltweit größte Talentpool an IT-Fachkräften.

Das Online-Forum für Programmierer und Entwickler funktioniert wie eine Community und verbindet laut Stack Overflows hervorragend ausgebildete Fachkräfte mit Top-Jobs. Mehr als 15 Millionen Programmierer nutzten Stack Overflow monatlich, um Antworten auf technische Fachfragen zu finden, oder ihr Wissen mit anderen zu teilen. Der Großteil der Nutzer registriere sich nach Einladung auf dem Portal Careers 2.0, um neue Jobs zu finden. Der Hauptvorteil für potentielle Arbeitgeber: Die fachliche Expertise der Bewerber sei einfach und auf einen Blick nachzuvollziehen.

“Unternehmen sind dabei neue Wege zu gehen, um IT-Fachkräfte schneller und unkomplizierter einzustellen, weltweit und insbesondere auch in Deutschland. Schätzungen gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaft alleine über acht Milliarden Euro dadurch verliert, dass nicht genügend Experten eingestellt werden können”, sagt Stack-Overflow-CEO Joel Spolsky. “Es ist unser Ziel eine Lösung für dieses Problem anzubieten, indem wir auf Careers 2.0 Unternehmen mit Entwicklern und Programmierern direkt in Kontakt bringen.” In der Datenbank des Karriereportals befänden sich über 3500 qualifizierte Profile von Kandidaten aus Deutschland und Österreich.

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