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Windows 8 sorgt offenbar nicht für eine Auflösung der Kaufzurückhaltung bei den Verbrauchern, wie die Marktforscher der NPD-Group feststellen. Das PC- und Laptop-Geschäft ist weiterhin unter Druck. Allerdings sei es für eine endgültige Bilanz noch etwas früh, schränkt die NPD Group ein. Von Microsoft und anderen Marktforschern sind hingegen ganz andere Töne zu hören.

Der Startbildschirm von Windows 8 (Screenshot: News.com)

 

Mit dieser Einschätzung stellt sich die NPD Group gegen die Verlautbarungen von Microsoft. Der Hersteller hat an verschiedenen Stellen mitgeteilt, dass der Start gut verlaufen sei.

Laut NPD Group sind Verkaufszahlen von PCs für Consumer sind im vergangenen Monat in den USA um 21 Prozent gefallen. Seit dem Verkaufsstart von Windows 8 am 26. Oktober ist der Laptop-Verkauf um 26 Prozent und der Desktop-Verkauf um neun Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres zurückgegangen.

Normalerweise kommt es bei Einführung eines neuen Microsoft-Betriebssystems zu einem deutlichen Anstieg der Verkaufszahlen. Nach gerade einmal vier Wochen sei es zwar zu früh für eine Bilanz, kommentieren die Marktforscher, aber der erhoffe Impetus sei offensichtlich ausgeblieben.

 

 

Windows 8 wurde im letzten Monat auf 58 Prozent aller neuen PCs installiert. Bei Windows 7 im Jahr 2009 waren es im gleichen Zeitraum 83 Prozent. Zudem stellt die NPD Group fest, dass es zu einem deutlichen Preisanstieg bei Windows-Geräten gekommen ist. Im vergangenen Jahr habe der so genannte Average Selling Price 433 Dollar betragen. In den zurückliegenden vier Wochen allerdings sei der auf 477 Dollar gestiegen. Im Schnitt seien Windows 8 Laptops um 80 Dollar im Preis gestiegen. Desktop-Rechner hingegen stiegen um rund 10 Prozent im Preis.

Ein Lichtblick für Microsoft und seine Hardware-Partner sind laut NPD die guten Verkaufszahlen von Touchscreen-Laptops, die mittlerweile sechs Prozent aller Windows-Laptops ausmachen.

Bei Microsoft allerdings klingt das anders. Der Hersteller sei mit der positiven Reaktion des Handels auf den Start von Windows 8 durchaus zufrieden. Seien 40 Millionen Lizenzen verkauft worden.

“Wir haben mit Windows 8 in Deutschland einen erfolgreichen Start hingelegt. Das Feedback vom Handel, den App-Partnern und Unternehmen zeigt, dass wir uns mit Windows 8 auf dem richtigen Weg befinden”, so Oliver Gürtler, Leiter des Geschäftsbereichs Windows bei Microsoft Deutschland.

Auch spricht Gürtler von einer Belebung des Software- und Hardwaregeschäfts das im Handel deutlich spürbar sei. “Gerade mit Blick auf die vielen neuen Windows 8 Geräte wird dieser Effekt in den nächsten Wochen und Monaten noch einmal kräftig anziehen.“

Auch IDC springt Microsoft zur Seite: “Microsoft wird mit Hilfe von Windows 8 seine hervorragende Marktstellung im PC-Bereich in den mobilen Sektor transportieren und einem neuen Formfaktor, den Tablets, zum Durchbruch verhelfen“, so Wafa Moussavi-Amin Analyst und Geschäftsführer von IDC.

Tatsächlich führt Windows 8 Pro führt bei Amazon seit Wochen die Verkaufscharts im Bereich Software an.

Eine Studie des Analystenhauses Context hingegen kommt zu anderen Schlüssen als die NPD Group und meldet Interesse der Endverbraucher nach neuer Windows 8 Hardware. In der Launchwoche waren 41 Prozent aller von Europas TOP IT-Distributoren verkauften PCs Windows 8 Geräte. Die PC Verkäufe in Europa stiegen in dem Zeitraum um 7,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bis zum Jahresende werden 100 neue Windows 8 Devices im Handel erwartet.

Eine weitere Erfolgsmeldung kommt von dem auf die öffentliche Verwaltung spezialisierten Systemhaus Dataport. Der vor allem in Norddeutschland aktive Partner arbeitet derzeit für die Stadt Hamburg an einem konkreten Vorschlag zur Integration von Windows 8 Tablets in bestehende IT-Strukturen.

Möglicherweise lässt sich die Markteinführung von Windows 8 tatsächlich nicht direkt mit dem der Vorgängerversionen vergleichen, denn Windows 8 richtet sich auch an neue Formfaktoren und hier werden Anwender vermutlich deutlich langsamer als bisher mit dem Upgrade beginnen.

Zudem scheint Microsoft auch den Update-Zyklus ändern zu wollen. Schon in einem Jahr soll mit “Blue” eine neue Update und Produkt-Strategie eingeführt werden.

[mit Material von Jakob Jung, ChannelBiz.de]

Martin Schindler
Autor: Martin Schindler
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