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Trafficzahlen: Windows 8 findet langsamer zu Nutzern als Windows 7

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Gemessen am Internettraffic hat sich Microsofts aktuellstes Betriebssystem Windows 8 langsamer verbreitet als der Vorgänger Windows 7. Nach aktuellen Zahlen von StatCounter erreichte Windows 8 in den ersten vier Wochen einen deutlich geringeren Marktanteil als Windows 7. Dafür steigen die Nutzerzahlen von Windows 8 nach dem Verkaufsstart schneller als bei Windows 7.

Gemessen am Internettraffic erreichte Microsofts neuestes Betriebssystem Windows 8 laut StatCounter zwischen 26. Oktober und 26. November einen Marktanteil von 1,31 Prozent. Bei Windows 7 waren es zwischen Ende Oktober 2009 und Ende November 2009 4,93 Prozent.

“Microsoft hat den Verkauf von 40 Millionen Lizenzen von Windows 8 gemeldet”, sagte StatCounter-CEO Aodhan Cullen. “Das hat sich allerdings noch nicht in bedeutenden Nutzerzahlen niedergeschlagen. Das liegt möglicherweise an Verkäufen an Hersteller statt an Verbraucher, so dass Windows vielleicht während des Weihnachtsgeschäfts im Dezember einen Schub erhält.”

Auch die Zahl der Tester der Vorabversionen von Windows 8 sei niedriger ausgefallen als bei Windows 7, ergänzte Cullen. “In absoluten Zahlen liegt Windows 8 nach dem Verkaufsstart einen Monat hinter Windows 7 zurück.” Allerdings habe sich der Anteil von Windows 8 seit der Markteinführung verdreifacht. Bei Windows 7 habe sich dieser Wert im selben Zeitraum lediglich verdoppelt.

Darüber hinaus vermutet StatCounter einen Einfluss des Wirbelsturms Sandy auf die Verbreitung von Windows 8. Der Hurrikan habe an der Ostküste zu Strom- und Internetausfällen geführt, was die normale Internetnutzung wahrscheinlich negativ beeinflusst habe.

StatCounters Daten basieren auf mehr als 15 Milliarden Seitenabrufen pro Monat in einem Netzwerk von mehr als drei Millionen Websites. Die Methodik unterscheidet sich allerdings von der anderer Marktforscher. Es zählt schlicht die Zugriffe in seinem Netzwerk, korrigiert sie aber nicht, um geografische Schwankungen auszugleichen. Von Microsoft geäußerte Kritik wies das Unternehmen im Juni in einem offenen Brief zurück.

Die jüngsten Zahlen von StatCounter wollte Microsoft auf Nachfrage von News.com nicht kommentieren. Ein Sprecher sagte lediglich, er habe den in der vergangenen Woche von Tami Reller, Chief Marketing und Chief Financial Officer der Windows-Sparte, genannten Zahlen nichts hinzufügen. Demnach setzte der Softwarekonzern im ersten Monat 40 Millionen Windows-8-Lizenzen ab. Bei Windows 7 waren es in den ersten zwei Monaten 60 Millionen Stück.

[mit Material von Lance Whitney, News.com]

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