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Der defizitäre Netzwerkausrüster Nokia Siemens Networks (NSN) macht weiter Ernst mit seiner Strategie, unrentable Geschäftsbereich abzustoßen. Nun verkauft das Joint Venture seine Sparte für optische Netzwerke an den Finanzinvestor Marlin Equity Partners. Von dem Deal sind auch Mitarbeiter in Deutschland betroffen.

NSN-CEO Rajeev Suri. Bild: Nokia Siemens Networks.

Das Geschäft soll im ersten Quartal des nächsten Jahres abgeschlossen werden. Der Käufer Marlin Equity Partners wolle mit Hilfe des Zukaufs einen Branchenführer im Bereich optische Netzwerke aufbauen, heißt es in einer Mitteilung. Dieser Markt ist aktuell stark fragmentiert.

Aktuell arbeiten in der Glasfasersparte von NSN rund 1900 Mitarbeiter – die meisten von ihnen in Deutschland, Portugal in China. Nach der Übernahme wird die Zentrale des neuen Unternehmens in München sein. Das existierende Management-Team soll die Geschäfte weiter leiten, als CEO wurde Herbert Merz nominiert. Aktuell ist Merz Head of Optical Networks bei NSN.

Das schwächelnde Gemeinschaftsunternehmen von Nokia und Siemens prüft schon seit längerem, welche Vermögenswerte es durch einen Verkauf zu Geld machen kann. Im Mittelpunkt des weltweiten Restrukturierungsplans steht dabei unter anderem die Konzentration auf das mobile Breitbandgeschäft.

NSN hat seit der Gründung im April 2007 keinen Gewinn gemacht. Das Gemeinschaftsunternehmen wurde für Siemens und Nokia zum Milliardengrab. Zuletzt wurde bekannt, dass der Standort Bruchsal so schnell wie möglich geschlossen werden soll.

NSN-CEO Rajeev Suri sieht sich auf einem guten Weg: “2012 hat Nokia Siemens Networks gewaltige Fortschritte dabei gemacht, das Unternehmen zum weltgrößten Breitbandspezialisten zu machen. Unser strategischer Fokus auf unser Kerngeschäft hat es uns ermöglicht, Energie und Investitionen in Bereiche wie LTE zu stecken, wo wir unsere weltweite Führung ausgebaut haben.”

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