Bitkom: Mitarbeiter zunehmend per Smartphone gesucht

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Im Kampf gegen den Fachkräftemangel wird der Wettbewerb um die besten Mitarbeiter offenbar per Smartphone ausgetragen. Nach einer aktuellen Bitkom-Studie sucht bereits jedes zweite Unternehmen Bewerber auf mobilen Plattformen.

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Die Städte und Firmen in Deutschland, Österreich und Schweiz mit der stärksten LinkedIn-Nutzung. Quelle: LinkedIn.

Hauptzielgruppen für das so genannte “Mobile Recruiting” sind demnach Fach- und Führungskräfte. Jeder zweite Personalverantwortliche glaubt, dass für diese Bewerber mobile Angebote besonders geeignet sind. Studenten und Hochschulabsolventen liegen mit 48 Prozent knapp dahinter.

Grundsätzlich wird Mobile Recruiting bereits von mehr als der Hälfte der Unternehmen (57 Prozent) eingesetzt. An der Spitze stehen dabei mobile Angebote für soziale Netzwerke wie Facebook oder Google+ mit 34 Prozent, gefolgt von Business-Netzwerken wie Xing oder LinkedIn mit 29 Prozent. Spezielle mobile Karriere-Webseiten nutzt ein Viertel der Unternehmen, eigene Apps setzt jedes Sechste ein.

“Die Kernzielgruppen vieler Personalchefs sind häufig per Smartphone oder Tablet Computer im Internet unterwegs”, begründet Bitkom-Präsident Professor Dieter Kempf den Trend. “Jetzt werden neue Mitarbeiter auch über das mobile Internet gesucht und gefunden.”

Unterschiede gibt es laut Studie bei der Nutzung zwischen den Branchen. Während in der Industrie soziale Netzwerke und Business-Netzwerke mit 32 Prozent bei der Nutzung gleichauf liegen, haben im Handel die sozialen Netzwerke klar die Nase vorn: Jedes zweite Unternehmen (50 Prozent) nutzt diese Dienste für Mobile Recruiting, ein knappes Viertel (24 Prozent) setzt auf Business-Netzwerke.

Dass die Unternehmen mit ihrer Einschätzung zum Mobile Recruiting die Erwartungen der Jobsuchenden offenbar treffen, zeige auch eine Nutzerbefragung. Potenzielle Bewerber erwarten demnach vor allem von Unternehmen aus der Hightech-Branche sowie der Kreativ- und Medienbranche mit jeweils 63 Prozent Stellenangebote auf mobilen Geräten. Aber auch in den übrigen Dienstleistungsbranchen (34 Prozent), der Verwaltung (33 Prozent) sowie in Industrie und Handwerk (30 Prozent) würden mobile Stellenausschreibungen erwartet.

“Auf Dauer wird sich keine Branche dem Trend entziehen können, auch mobil um die besten Fachkräfte zu werben. Wer rechtzeitig auf mobile Angebote setzt, ist der Konkurrenz im Wettbewerb um die besten Köpfe einen entscheidenden Schritt voraus”, so Kempf.

Durchgeführt worden war die Studie von Bitkom Research im Auftrag des Karrierenetzwerks LinkedIn. Insgesamt wurden 500 Unternehmen in Deutschland mit mehr als 50 Beschäftigten sowie 700 Erwerbstätige und Studierende in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt.

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