Oracle zertifiziert Database Appliance für SAP

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Auch wenn sich Oracle und SAP kräftig beharken, müssen die jeweiligen Software-Produkte der Konkurrenten meist Seite an Seite gut miteinander auskommen.

Allerdings verschafft sich Oracle jetzt mit der Zertifizierung der Datenbank-Appliance (ODA) für SAP-Systeme auch ein Argument gegen SAP HANA Edge. Denn wie auch HANA Edge zielt Oracle mit der Database Appliance vor allem auf mittelständische Unternehmen. Die größere Exadata-Maschine hingegen richtet sich an größere Unternehmen. Allerdings basiert die Database-Appliance großteils auf der gleichen Technologie, wie die größere Ausführung.

Erst vor wenigen Wochen hatte SAP die KMU-Version HANA Edge veröffentlicht. Jetzt zieht Oracle mit einem Mittelstandsangebot nach. Denn mit HANA versucht SAP, dessen Business-Lösungen und Suiten häufig zusammen mit Oracle-Datenbanken eingesetzt werden, diese Abhängigkeit von Oracle abzuschwächen.

Oracle hatte diese Appliance vor etwas mehr als einem Jahr veröffentlicht. Und jetzt können sämtliche SAP-Produkte, die auf der Version 7.0 der SAP-Middleware NetWeaver basieren auch zusammen mit der Oracle-Datenbank eingesetzt werden. Voraussetzung ist allerdings, dass diese SAP-Lösungen für die Oracle Datenbank 11 g Release 2 zugelassen sind.

Wie Oracle in einem Blog erklärt, können diese SAP-Anwendungen jedoch nicht zusammen mit der Datenbank in der gleichen physischen Hardware betrieben werden, sondern müssen auf einer eigenen dedizierten Hardware betrieben und über Ethernet mit der Datenbank-Appliance betrieben werden. Auch die Option RAC One Node (Real Application Clusters) steht nicht zur Verfügung. Dafür ist laut Oracle ein Single-Node-, oder RAC-Deployment möglich. Auf der Oracle-Datenbank-Appliance dürfen daher nur SAP Central Services sowie Administrations-Tools für die Datenbank laufen.

Dadurch diese Three Tier Architektur allerdings habe der Anwender für den Betrieb der SAP-Lösung bei der Hardware freie Auswahl. Und so lasse sich die Oracle-Appliance auch schnell in eine bestehende Infrastruktur einführen, ohne dass man die SAP-Installation dafür anfassen müsste.

Allerdings wird sich auch das möglicherweise künftig ändern. Denn SAP will mit einem Software-Update HANA künftig auch für den Einsatz auf Application-Server fit machen. Derzeit bietet SAP zusammen mit Hardware-Partnern wie IBM, Cisco, Dell, Fujitsu oder HP HANA ebenfalls in Form einer meist frei konfigurierbaren Appliance an.

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