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Dell macht keine Smartphones mehr und das soll wohl auch so bleiben. Daneben aber verfolgt das Unternehmen jedoch sehr aktiv die neue Strategie für mehr Software und neue Services für die Cloud und natürlich will Dell bei Tablets ein Wörtchen mitreden.

Auch Bill Clinton gab auf der Dell World in Austin eine Keynote. Quelle: Dell

Auch Bill Clinton gab auf der Dell World in Austin eine Keynote. Quelle: Dell

Und so will sich verstärkt um kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) bemühen. So will der Hersteller mit einem neuen Zentrum den Zugang zu Technologie, Kapital, Expertise und Ressourcen erleichtern. Am Dell Centre for Entrepreneurs http://eir.dell.com/ stellt Dell neben Technologie auch Dienste für die Beratung und Finanzierung von Unternehmen bereit. Eine Partnerschaft mit der Clinton Global Initiative soll ebenfalls den Austausch unter Unternehmern fördern, wie Dell auf der Dell World in Austin erklärte.

Mit neuen Services will Dell Anwendern bei der Einführung von Cloud Computing, Social Media oder Mobility helfen. So konnte Dell zum Beispiel den Umsatz mit der Technologie aus der SecureWorks-Übernahme steigern. Daneben bekennt sich Dell zu dem Projekt OpenStack. Für eine quelloffene private Cloud hat Dell zudem eine Partnerschaft mit SUSE angekündigt.

So verwendet Dell bei dem Emerging Solutions Ecosystem jetzt SUSE-Technologie. Mit dem Dell Ecosystem fördert der Hersteller gemeinschaftliche Innovationen durch eine einheitlichen Anlaufstelle für für heterogene Hardware, wie auch für Software und Dienstleistungen. In dem Emerging Solutions Ecosystem engagiert sich Dell vor allem in den Bereichen Open Source Cloud, Speicherlösungen oder Big Data. So können Anwender jetzt SUSE Cloud über Dell beziehen. Die SUSE Cloud ist eine automatisierte Cloud-Computing-Plattform die auf quelloffenen Technologien basiert. So können sich Anwender schnell an Veränderungen anpassen.

 

Daneben stellt Dell das CIO Powerboard vor. Darüber integriert der Anbieter die Lösungen aus Dell Quest, KACE, SonicWALL und den AppAssure Lösungen. Diese integrierte Management-Lösung basiert ebenfalls auf einer Übernahme. Boomi liefert die notwendige Technologie. Das CIO Power-Board soll einen schnellen und einheitlichen Blick auf die IT-Landschaft ermöglichen.

“Hier geht es um die Business-Performance”, so Carol Fawcett, CIO von Dell Software. “CIOs müssen schenell auf neue Anforderungen reagieren und wenn ein System dem nicht gerecht wird, muss man schnell verstehen, warum, so Fawcett weiter. Und hier solle das neue CIO Powerboard für den IT-Leiter einen schnellen Überblick von Ende-zu-Ende liefern. Das SonicWALL Security Portal hilft IT-Verantwortlichen dabei, Bedrohungen für die Netzwerksicherheit zu überwachen. Mit der Data-Recovery-Anwendung Dell PowerVault DL4000 lässt sich bei Ausfällen der “Business as Usual”-Zustand der Systeme binnen Minuten wiederherstellen.

Daneben hat Dell in Austin neue Services vorgestellt, mit denen Unternehmen aktuelle Entwicklungen wie Cloud Computing, Social Media oder Mobilität optimal nutzen können. Die erweiterten Leistungen betreffen Bereiche wie Sicherheit, Infrastruktur & Cloud Computing, Outsourcing von Anwendungen und Geschäftsprozessen sowie Global Support & Deployment.

Auf der Dell World, die wichtigste Kunden- und Partnerkonferenz von Dell, die vom 11. bis 13. Dezember in Austin, Texas statt fand, gibt sich Dell also alle Mühe, als Software- und Services-Unternehmen wahr genommen zu werden. Und doch ist und bleibt Dell auch ein Hardware-Hersteller. Dennoch sei mit Dell als Smartphone-Hersteller nicht mehr zu rechnen. Gleichzeitig aber sagte der für den weltweiten Betrieb zuständige Vizepräsident Jeff Clarke, man plane weiter langfristig für den PC-Markt und sei hier “optimistisch”.

Clarke sprach auf der Konferenz Dell World (PDF-Übersicht) in Austin im US-Bundesstaat Texas. Computerworld zitiert ihn wie folgt: “Ich schaue mir das erwartete Wachstum der Mittelklasse in den nächsten 20 Jahren von 1,8 Milliarden auf 4,9 Milliarden Menschen an und die dadurch entstehenden Chancen für PCs.” Das Segment könne auch die zunehmend verschwindende Grenze zwischen persönlichen und professionellen Geräten überbrücken, also von den Trends Cloud-Computing und Bring Your Own Device (BYOD) profitieren.

Trotz einer Verschiebung zugunsten mobiler Geräte werde es aber definitiv kein Dell-Smartphone mehr geben. Clark: “Wir haben uns da klar geäußert – wir werden keine Smartphones mehr machen. Wir werden im Smartphone-Hardware-Geschäft nicht vertreten sein. Wir werden aber Lösungen für Smartphones anbieten, wir werden der führende Anbieter von BYOD-Lösungen am Markt sein.” Für diese Plattform will Dell die durch Übernahmen erworbenenProdukte integrieren und durch eigene Entwicklungen verbessern.

Dell hat zuletzt im Jahresvergleich 11 Prozent seines Umsatzes eingebüßt. Am härtesten hat es sein Geschäft mit Desktop-PCs getroffen, und es sieht nicht so aus, als würde dieser Umsatz zurückkommen. IDC sieht einen Rückgang der von Dell verkauften Geräte um 10 Prozent und einen um 14 Prozent reduzierten Marktanteil.

Mit dem Start von Windows 8  ist Dell allerdings ins Tablet-Business zurückgekehrt. Es arbeitet nach eigenen Angaben auch an Verbesserungen für Touch- und Sprachbedienung, um auch jenseits des PC-Zeitalters Alternativen bieten zu können.

Aus dem Smartphone- und Tablet-Geschäft war Dell vor genau einem Jahr ausgestiegen, nachdem es zunächst einen neuen Versuch angekündigt hatte. Die gescheiterten Produktreihen hießen Aero und Venue. Für das Android-Tablet Streak, das auch mit 5 Zoll Bilddiagonale als Smartphone-Alternative erhältlich war, fand es immerhin einige Käufer. Möglicherweise kam das Gerät aber zu früh – zu einem Zeitpunkt, als die Tablet-Optimierung von Android noch in den Anfängen steckte.

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Martin Schindler
Autor: Martin Schindler
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