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Nach wie vor ist das Thema Business Intelligence für viele Anwender enorm wichtig. Und so kommt es, dass dieser Markt seit Jahren kontinuierlich wächst. Die Marktforscher von Forrester haben jetzt für 2013 ihre Prognosen in zehn Punkten zusammen getragen.

Aber man sollte vielleicht vorwegnehmen, dass die meisten Prognosen, die Forrester 2012 getroffen hat, auch für die nächsten zwölf Monate noch eine Rolle spielen. Dennoch haben die Marktforscher auch in diesem Jahr zahlreiche Forschungen rund um dieses Thema gemacht und ihre Vorhersagen entsprechend aktualisiert.


Als wichtigsten Trend sehen die Marktforscher von Forrester, dass nach wie vor die optimalen Tools wichtiger sind als eine unternehmensweite Standardisierung der Technologie. “Ein rein Standard-basierter Ansatz bietet weder Flexibilität noch ist er agil genug, um schnell auf neue Business-Anforderungen reagieren zu können”, so Boris Evelson in einem Blog. Auch 2013 werde sich dieser Trend fortsetzen. Vor allem neue Technologien wie In-Memory werden in den nächsten Monaten die Prioritäten bestimmen. Auch bei der Mobilität dränge Agilität die Standardisierung zurück.

Und so ist es nur natürlich, dass wie auch im Vorjahr Unternehmen auf verschiedene BI-Tools setzen werden. Vor allem in größeren Unternehmen zeichne sich der Trend ab, dass man auch weiterhin auf mehrere Tools setzen wird. Das zeige sich unter anderem in Kundenanfragen. “Warum? Es gibt schlicht keinen einzigen Anbieter, der sämtliche Schlüssel-Funktionen für ein agiles BI bietet, und es sieht auch nicht so aus als würde es so etwas in absehbarer Zeit geben”, erklärt Evelson.

Information Workers werden auch weiterhin mehr Kontrolle über die BI-Tools einfordern. Auch werden sie aus Sicht von Forrester zunehmend ungeduldig; sie sind nicht mehr bereit, für Abfragen lange Wartezeiten in Kauf zu nehmen. Daher wird der Punkt Self-Service bei der BI-Tool-Auswahl 2013 eine stärkere Rolle spielen. Auch der auf BI spezialisierte Marktforscher BARC sieht diesen Trend.

 

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Wichtiger als der technologische Fortschritt, ist 2013 allerdings der Business-Nutzen und entsprechen treten auch in BI-Fragen zum Beispiel verbessertes Business Planning oder Wettbewerbsvorteile in den Vordergrund.

Self-Service wird ebenfalls 2013 großgeschrieben werden. Sowohl Power-User wie auch diejenigen, die nur gelegentlich darauf zurückgreifen, wollen zunehmen ihre eigenen Vorstellungen in den entsprechenden BI Tools umsetzen, ohne dabei auf die Mithilfe der IT-Abteilung angewiesen zu sein.

Doch hier sieht Forrester auch Konfliktpotential zwischen zu viel und zu wenig Kontrolle. Als Lösung schwebt den Marktforschern hier eine Technologie vor, die die Flexibilität bietet, aber gleichzeitig auch ein leistungsfähiges Monitoring bereit stellt. Aber es gibt ja bereits Anwendungen, die das Schreiben von Apps erlaubt, die die Nutzer dann über das Web veröffentlichen können.

Mobility ist jetzt kein Zuckerl mehr, sondern es wird zu einem ‘must have’. Denn im Vergleich mit anderen Technologien, liege mobiles BI hinter anderen. Und so könnte sich in den nächsten Monaten mobiles BI – auch wenn für viele Unternehmen der finanzielle Nutzen noch nicht erwiesen ist – zur Norm werden. Immerhin würden bereits 24 Prozent der Unternehmen erste Pilot-Projekte fahren.

Ganz gegen Trend werde sich Cloud-BI auf absehbare Zeit nicht durchsetzen. Zu unausgegoren seien die aktuellen Lösungen im Vergleich mit den lokal installierten Technologien, die hoch integriert und auf die individuellen Bedürfnisse angepasst sind. Doch in den nächsten Jahren werde es hier sicherlich noch mehr Bewegung geben. Allerdings auch erst dann, wenn sich die Grenzen zwischen On-Premises- und Cloud-Anwendungen verwischen.

Derzeit nutzten nur zwischen 1 bis 2 Prozent der Unternehmen Cloud-BI. 3 bis 4 Prozent wollen dies in den nächsten Monaten einführen. Etwas höher liege mit 8 bis 11 Prozent allerdings der Anteil derer, die damit ihre bestehenden Anwendungen augmentieren wollen. 15 bis 20 Prozent der Anwender wollen das in den nächsten zwei Jahren tun, wie Umfragen von Forrester zeigen.

An Popularität gewinnen auch BI-spezifische Datenbank Management Systeme (DBMS). Derzeit seien solche spezialisierten Lösungen im Markt noch recht frisch. Doch das Interesse an diesen DBMS steige laut Forrester, denn diese sind auf Analyse und Reporting ausgelegt.

Seit 2012 sei diese Technologie auf dem Weg zum Mainstream. Innerhalb der nächsten beiden Jahre sieht Forrester diese Technolgie bei einem Fünftel aller Unternehmen. Derzeit nutzen zwischen 5 und 34 Prozent der Unternehmen eine der Folgenden NoSQL oder BI-Technologien: Inverted Index, RDF, Triple Store, Graph, Hadoop Hive, HBase, Cassandra, Associative Index, Distributed NoSQL Datenbanken oder auch In-Memory, Objekt-orientiert beziehungsweise XML Datenbanken.

Big Data wird ebenfalls auch bei BI immer mehr zum Thema. Nicht nur die Daten wachsen, sondern auch die Möglichkeiten, daraus verwertbare Informationen herauszuziehen. Die großen Datenmengen werden aus den Silos heraus kommen und die Unternehmen strömen. Die IT-Abteilung werde nun lernen müssen, wie man damit umzugehen hat. Laut einer Studie laufen etwa 44 Prozent der Big Data Initiativen in enger Abstimmung mit dem Unternehmens-BI.

BI-Anwendungen, die nach einem bestimmten Schema gestrickt sind, werden künftig die Agilität von BI-Lösungen beeinträchtigen. BI-Anwender werden künftig häufiger unerwartete Fragen stellen, von daher wird die Nachfrage nach Modell-basierten BI-Anwendungen, die Data Exploration ermöglichen, immer wichtiger. Ein Beispiel dafür sei zum Beispiel Hadoop oder Alternativen zu Hadoop.

2013 wird zudem BI in den Integrated Workplace (IW) bringen. Auf einem IW kommen für den Anwender mehrere Technologien zusammen. Die Integrationsmöglichkeiten von Word oder Excel werden den künftigen Anforderungen der Nutzer nicht mehr gerecht werden, prognostiziert Forrester. Allerdings scheint dieses Thema 2013 überraschenderweise eher eine untergeordnete Rolle zu spielen, berichtet Evelson.

Für die Umsetzung von BI-Initiativen schlägt Forrester einen neuen Ansatz vor, den die Marktforscher mit einer Steuer auf Top-Down-Initiativen umschreiben. Die Steuer nutzt das beste aus den beiden Welten Top Down und Bottom Up. Bei Bottom-up startet man mit einem Data Warehouse und die Abfragen und Anwendungen bauen darauf auf. Forrester schlägt nun vor, den Fokus auf Top-Down zu legen und das DW inkrementell über einen beliebigen “Steuersatz” zu erweitern.

Zu guter Letzt werden es Hadoop-basierte BI-Anwendungen in geschäftskritische Bereiche schaffen, was derzeit aufgrund der unausgereiften Technologie noch nicht der Fall ist. Aber offenbar tut sich hier etwas, wie Forrester angibt. Verschiedene Anwender würden über eigene Entwicklungen diese Einschränkungen umgehen. Derzeit, so Evelson, “gibt es nur eine Hand voll solcher Projekte, doch wir erwarten 2013 mehr davon.”

Martin Schindler
Autor: Martin Schindler
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