Surface RT eine Million Mal verkauft

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Ein Analyst korrigiert seine bisherige Prognose für die neue Microsoft-Hardware Surface RT deutlich nach unten. Apples iPad und der eingeschränkte Vertrieb beschneiden offenbar den Erfolg von Surface RT.

An das für Januar angekündigte Surface Pro stellt der UBS-Analyst Brent Thill jedoch höhere Erwartungen. Microsoft hat nach Schätzungen des UBS-Analysten im vierten Quartal 2012 nur eine Million Surface RT abgesetzt. Damit korrigierte er seine frühere Prognose deutlich nach unten und er gibt damit auch indirekt Microsoft CEO Steve Ballmer recht, der selbst von einem bescheidenen Start von Surface spricht. Zuvor war Thill von 2 Millionen verkauften Windows-Tablets ausgegangen.

In seinem Bericht nennt der Analyst auch zwei Gründe für die geringen Verkaufszahlen: die Konkurrenz zu Apples iPad und der eingeschränkte Vertrieb. Anfänglich bot Redmond das Gerät nur in seinem Onlineshop sowie in den USA, Kanada und Puerto Rico in seinen eigenen Ladengeschäften an. Erst seit Mitte Dezember ist das Tablet auch bei Elektronikmärkten in den Vereinigten Staaten und Australien erhältlich.

 

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Eine ähnlich pessimistische Schätzung hatte Anfang des Monats Rhoda Alexander von IHS iSuppli abgegeben. Sie erwartet, dass zwischen Oktober und Dezember 1,3 Millionen Surface RT einen Käufer fanden. “Ich wäre überrascht, wenn es deutlich mehr wären”, sagte die Analystin im Gespräch mit News.com.

Im vergangenen Juli sagte Microsoft-CEO Steve Ballmer, Ziel sei es, im kommenden Jahr mehrere Millionen Surface zu verkaufen. Allerdings hat der Softwarekonzern bisher nicht durchblicken lassen, wie viele Tablets seit der Markteinführung im Oktober tatsächlich ausgeliefert wurden.

An Microsofts Surface Pro, das noch diesen Monat in den Handel kommt, stellt Thill höhere Erwartungen. Im Gegensatz zum Surface RT ist das Pro ein vollwertiges Windows-8-Tablet, auf dem Nutzer alle Desktop-Anwendungen ausführen können. Zudem bietet es mehr Rechenleistung und Funktionen als das Surface RT.

Thill zufolge ist das Surface Pro vor allem für den Enterprise-Nutzer eine “vielversprechende” Alternative zum iPad. Bis zum Ende seines laufenden Geschäftsjahrs 2013 im Juni werde Microsoft 2,5 Millionen Surface Pro verkaufen. Im Fiskaljahr 2014 seien es sogar 8 Millionen Stück.

Gerüchten zufolge wird Microsoft in diesem Jahr nicht nur den Vertrieb seiner Surface-Tablets ausweiten, sondern auch die Produktpalette. Laut PC-World kommen 2013 drei neue Varianten mit Bildschirmgrößen von 8,6, 11,6 und 14,6 Zoll in den Handel. Das “Mini”-Modell soll wie das Surface RT auf einem ARM-Prozessor basieren. Bei den beiden größeren Modellen sollen x86-Prozessoren von AMD beziehungsweise Intel zum Einsatz kommen.

[mit Material von Lance Whitney, News.com]

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