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CIOs müssen sich dringend von alten Gewohnheiten und Regeln verabschieden und frischen Wind in ihre Abteilungen bringen, sagen die Analysten von Gartner. Sie berufen sich auf eine großangelegte Studie, wonach bislang in 43 Prozent der Unternehmen das Business-Potential von IT-Lösungen erkannt wird. Erschreckend wenig, sagt Gartner-Analyst Dave Aron im Gespräch mit silicon.de.

Dave Aron

Dave Aron. Quelle: Gartner.

In den vergangenen 18 Monaten hätten Business-Entscheider erkannt, welche Bedeutung digitale Technologien rund um die Mega-Trends Mobile, Analytics, Big Data, Social und Cloud für Unternehmen haben werden. Firmen hätten deshalb keine andere Wahl als das Potential, das die IT für die Unternehmensstrategie haben kann, stärker auszuschöpfen.

“CIOs müssen über ihren eigenen Tellerrand hinausblicken” sagt Aron. “IT-Chefs sind oft zu wenig fokussiert und versuchen, in mehrere Richtungen gleichzeitig zu gehen. Angesichts der Fülle neuer Technologien geraten sie dabei aber oft ins Stocken.” Nicht selten zögen sie sich dann zurück und konzentrierten sich auf die traditionellen Kernaufgaben der IT – anstatt neue IT-Strategie und -Prioritäten zu entwickeln, die die Innovationskraft des Unternehmens vorantreiben könnten.

Das berge zwei Risiken, mahnt der Gartner-Analyst. Erstens verliere die IT-Abteilung innerhalb des Unternehmens an Bedeutung, zweitens laufe das ganze Unternehmen Gefahr, im Wettlauf mit den Mitbewerbern Boden zu verlieren.

Bereits jetzt finden sich CIOs der Studie zufolge häufig in neuen Rollen wieder, inklusive Führungsaufgaben jenseits der traditionellen IT. 67 Prozent der über 2000 CIOs, die sich an der Umfrage beteiligt haben, haben nach eigener Aussage eine bedeutende Führungsverantwortung außerhalb der IT. Dagegen gab lediglich ein Drittel an, keine entsprechenden Verantwortungsbereiche zu haben. Im Vergleich zu 2008 habe sich die Situation hier deutlich geändert, damals sei noch die Hälfte der CIOs ohne Verantwortung jenseits der IT gewesen.

“Die IT kann kein zusätzliches Budget erwarten ohne neue Verantwortung zu übernehmen und neue Resultate zu liefern” sagt Aron. “Die CIOs müssen heute Gründe dafür liefern, dass aufstrebende Mainstream-Technologien wie Big Data, Social-, Cloud-, und Mobile-Technologien ein Überdenken von IT Budgets und Investitionsmitteln rechtfertigen.”

Denn das Budget ist in allen IT-Abteilungen weiter eines der wichtigsten Themen. Gartner rechnet für dieses Jahr mit einem weltweiten durchschnittlichen Rückgang von 0,5 Prozent. Anders die Situation in der Region EMEA. Hier prophezeien die Analysten ein leichtes Wachstum von 0,4 Prozent. Erstaunlich in diesem Zusammenhang: “Deutsche CIOs sind am pessimistischsten und rechnen mit einem Rückgang ihrer IT-Budgets um zwei Prozent”, so Aron.

“Deutsche CIOs denken sehr viel darüber nach, wie sie die IT konsolidieren und effizienter machen können, anstatt über Wachstum und Expansion. Das ist sehr vorsichtig und auch riskant. Es ist zwar ein sicherer Weg, kann aber im Wettbewerb ein Nachteil sein.”

Da aber die Geldfrage auch weltweit eine der größten Hemmschwellen ist, die der Einführung neuer Tools im Weg steht, rät Aron IT-Chefs eindringlich, sich so stark wie möglich zu fokussieren. “Das ist der Schlüssel zum Erfolg, sich nur darauf zu konzentrieren, was wichtig für den Unternehmenserfolg ist.”

Doch selbst wenn sie diese Kernbereiche kennen, kämpfen viele CIOs mit dem mangelndem Know-how im eigenen Haus. Auf die Frage, ob sie für die anstehenden Herausforderungen die richtigen Fachkräfte im Team haben beziehungsweise diese auf den Arbeitsmarkt rekrutieren können, antworteten nur 26 Prozent mit ja.

Um herauszufinden, was diese Viertel anders macht als die überwiegende Mehrheit der CIO-Kollegen hat Gartner genauer nachgefragt. “CIOs, die das richtige Know-how im Team haben, rekrutieren neue Mitarbeiter häufig aus anderen Unternehmensbereichen. Sie zahlen ihnen etwas mehr und sie arbeiten vor allem auch daran. die eigene Abteilung unternehmensintern zu einem attraktiven Arbeitsplatz zu machen.” Dadurch gelänge es auch, ältere und erfahrene Kollegen zu gewinnen. Zudem würden CIOs mit einem glücklichen Händchen beim Personal das Thema Weiterbildung und Entwicklung in den Vordergrund stellen.

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