Enterprise Dropbox “Made in Germany”

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Der Storage-Hersteller NetApp hat ein neues Service-Programm zum Aufbau sogenannter Enterprise-Dropbox-Lösungen ins Leben gerufen. Die Initiative richtet sich an Service Provider und Reseller in Deutschland. Hintergrund ist die Popularität von Filsharing-Services in der Cloud, wie zum Beispiel Dropbox.

Das Programm läuft unter dem Namen “Cloud Services Made in Germany”. Laut NetApp werden über die Initiative komplette Workloads oder Referenzarchitekturen für Cloud Services zur Verfügung gestellt. Die Services basierten auf agilen Daten-Infrastrukturen des Storage-Spezialisten und würden stets in Rechenzentren in Deutschland gehostet.

“NetApp selbst wird keine Filesharing-Services anbieten”, sagt Peter Wüst, Director Strategic Pathways bei NetApp. “Dafür haben wir sechs Bereiche für unsere Cloud Services mit den Service Providern definiert: Archivierung, Datenreplizierung, Datensicherung, Anwendungen, Infrastruktur und Datensynchronisation. Wir bieten unterschiedliche Lösungen an, die allesamt vorvalidiert sind, sich schnell in bestehende Infrastrukturen integrieren lassen, einen unterbrechungsfreien Betrieb ermöglichen und über eine sichere, verteilte mehrmandantenfähige IT-Infrastruktur verfügen.” Speziell Unternehmenskunden könnten von dem Angebot profitieren, heißt es bei NetApp mit Blick auf deutsche und europäische Datenschutzrichtlinien.

Dienste, um Daten in der Cloud zu speichern, dort auszutauschen oder anderen kontrolliert zugänglich zu machen sind derzeit ausgesprochen populär. Nicht nur Start-ups haben sich diesem Geschäftsmodell verschrieben, auch große, im Unternehmensumfeld etablierte Anbieter wie zum Beispiel EMC haben den Trend aufgegriffen und bieten entsprechende Dienste an. Außerdem werben viele Sicherheitsanbieter inzwischen mit der Option, Daten in die Cloud auszulagern – etwa als zusätzliches Backup oder um von unterwegs auf private Daten zugreifen zu können.

Vor dem Hintergrund der immens zunehmenden Nutzung warnen Marktbeobachter und Experten vor den damit einhergehenden Risiken, vor allem im Hinblick auf den unerwünschten Datenabfluss aus Unternehmen. So auch das Fraunhofer Institut für Sichere Informationstechnologie, das im Frühjahr vergangenen Jahres zahlreiche Angebote getestet und für unsicher befunden hatte.