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Auch wenn es nach unzähligen Studien weiter keine Beweise dafür gibt, dass Handystrahlung gesundheitsschädlich ist – bei vielen Nutzern bleibt ein mulmiges Gefühl. Ein Startup aus dem israelischen Tel Aviv macht sich genau das zu Nutze und hat um diese Unsicherheit herum, ein ganzes Geschäftsmodell aufgebaut.

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Das Unternehmen namens Tawkon hat eine App entwickelt, die anzeigt wie viel Elektrosmog ein Smartphone produziert. Aufgrund der bisher gesammelten Daten hat das Startup herausgefunden, dass 90 Prozent der Smartphones nur eine relativ geringe Strahlungsmenge abgibt – nämlich immer dann wenn der Empfang gut ist.

Bei schlechtem Empfang erhöht sich die Strahlung, weil das Geräte entsprechend mehr Leistung braucht, um die Verbindung mit einem Sendemast herzustellen. Steigt die Strahlung dabei signifikant, löst die App einen kurzen Vibrationsalarm aus. Besorgte Nutzer können so bei Bedarf das Telefonat unterbrechen und dann wieder aufnehmen, wenn der Empfang besser, entsprechend die Strahlung geringer ist.

Das israelische Unternehmen wehrt sich gegen den Vorwurf der Panikmache. “Für mich ist es wichtig festzuhalten, dass die Wissenschaft noch nicht endgültig schlüssig ist über die Auswirkungen mobiler Strahlung”, so Tawkon-CEO Gil Friedlander gegenüber TechWeekEurope. Sie App solle deshalb Nutzern helfen, möglicherweise belastende Strahlung zu vermeiden.

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Apple hat die App für das iPhone nicht freigegeben, für Android und BlackBerry steht die Anwendung kostenlos zur Verfügung. Allerdings stellen Nutzer über die App Tawkon Daten zur Verfügung, die Mobilfunkprovidern Rückschlüsse zur weltweiten Mobilfunkabdeckung ermöglichen.

Darüber hinaus wertet die App auch auf den ersten Blick weniger wichtige Daten aus: Etwa, wie lange es dauert, bis ein Nutzer ein Telefonat annimmt. Ergebnis: Einwohner Panamas lassen es im Durchschnitt 6,42 Sekunden klingeln, bevor sie rangehen – in Libyen lassen sich Nutzer doppelt so lange Zeit. Überhaupt gehen die Menschen in Lateinamerika schneller ans Handy als im Rest der Welt. Der Business-Nutzen dieser Erkenntnisse erschließt sich auf den ersten Blick freilich nicht. Den findigen Gründern von Tawkon fällt aber auch möglicherweise dazu ein Geschäftsmodell ein.

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