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Für die überwältigende Mehrheit der Manager in Deutschland ist die ständige Erreichbarkeit über ihr Smartphone eine zusätzliche Belastung. So das Ergebnis einer Studie der TU München. Nahezu alle Führungskräfte sind nach eigenen Angaben auch außerhalb der Arbeitszeit erreichbar.

Quelle: CNET

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86 Prozent sprachen von zumindest zeitweise höherem Stress durch die ständige Erreichbarkeit, jeder Dritte spürt die Mehrbelastung nach eigenen Angaben häufig oder jederzeit. Die berufliche Erreichbarkeit auch außerhalb der Arbeitszeit ist der Studie zufolge in Deutschland inzwischen offenbar Standard. Lediglich zwei Prozent der Befragten seien nach Feierabend für Kollegen oder Geschäftspartner nicht zu erreichen und würden auch keine arbeitsrelevanten Mails lesen, so das Ergebnis der Studie. Mit 84 Prozent ist darüber hinaus auch im Urlaub ein Großteil der Führungskräfte geschäftlich erreichbar.

Die Ergebnisse der Befragung hätten gezeigt, dass das Smartphone eine Vermischung von Arbeitszeit und Freizeit fördere, so die Wissenschaftler der TU München. Mehr als zwei Drittel der Manager nutzen nach eigenen Angaben dasselbe Smartphone beruflich als auch privat. Hauptvorteil: Die Unabhängigkeit von Ort und Zeitzonen helfe dabei, Prozesse zu verkürzen.

Die Studienautoren warnen jedoch vor unerwünschten Nebenwirkungen. “Die ständige Erreichbarkeit über das Ende der regulären Arbeitszeit hinaus und die damit verbundene Einschränkung der Freizeit können für erhöhten Stress sorgen und verkürzen die Regenerationszeit, was sich langfristig negativ auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Führungskräfte auswirken kann”, sagt Professor Volker Nürnberg, der beim internationalen Beratungsunternehmen Mercer den Bereich Health Management leitet. Die TU München hat die Studie in Zusammenarbeit mit dem Beratungshaus durchgeführt.

Zwar gibt es in einigen Firmen inzwischen Regelungen zur Nutzung des Smartphones außerhalb der Arbeitszeit. Diese sehen beispielsweise vor, das Gerät außerhalb der Arbeitszeit abzuschalten oder während des Urlaubs darauf zu verzichten, E-Mails abzurufen. Solche Abkommen gelten aber in der Regel meist für Tarifmitarbeiter. Führungskräfte sind oft ausgenommen, wie auch die Umfrage zeigt, bei der nur drei Prozent angaben, in ihrem Unternehmen gebe es auch für Manager Regelungen zur Smartphone-Nutzung.

“Darüber hinaus müssen Mitarbeiter geschult werden, das Smartphone auch einmal bewusst auszuschalten und Prioritäten zu setzen”, empfiehlt Professor Nürnberg. Dabei sei es sowohl wichtig, Führungskräfte in Sachen Stress- und Zeitmanagement zu schulen wie auch die Manager bei der gesundheitsgerechten Mitarbeiterführung zu unterstützen.

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