Ägypten ruft Bürger zum Crowd-Zensoring auf

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Überwachung, USA; China, Cisco, ZTE, Huawei,

Nach dem im Arabischen Frühling sozialen Medien eine besondere Bedeutung nachgesagt wurde, zieht jetzt offenbar eine neue Großwetterlage auf.

Das ägyptische Ministerium für Kommunikation ruft die Bürger des Landes dazu auf, Web-Seiten mit blasphemischen Inhalten an das Ministerium zu melden.

Wie es in dem Bürgerrechts-Blog von Alix Dunn dazu heißt, sollen auf diese Weise vor allem Links zu dem Film: “The Innocence of Muslims” gemeldet werden. In diesem billig hergestellten “Film” wird der Prophet Mohammed negativ dargestellt.

Nun sind Ägyptens Bürger aufgerufen, URLs zu melden, die nach wie vor zu diesem Film verlinken. Man kann, nachdem man eine CAPCHA-geschützte Seite geöffnet hat, den Link melden. Die Behörden prüfen dann den verlinkten Inhalt und sperren dann diese Seite.

Zu diesem Vorgehen hat sich die Behörde entschlossen, nachdem die vorrübergehende Blockade von YouTube in Ägypten ausgelaufen ist.

Dem Film folgten – vor allem in der islamischen Welt – heftige Proteste. Daraufhin hatte Google das Video in Ägypten und Libyen gesperrt. Aber offenbar tauchen dennoch immer wieder Links zu dem Film im Netz auf und nun versuchen die Behörden die Verbreitung über Crowdsourcing einzudämmen.

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