T-Mobile USA beschert der Telekom Milliardenverlust

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Der scheidende Telekom-Chef Rene Obermann hat am Donnerstag die letzte Jahresbilanz seiner Amtszeit vorgelegt. Bestimmt wird diese von den schweren Verlusten der Krisentochter T-Mobile USA. Die Telekom will sich davon die Stimmung nicht verderben lassen.

Rene Obermann. Quelle: Deutsche Telekom.
Rene Obermann. Quelle: Deutsche Telekom.

“Der Milliarden-Fehlbetrag ist nicht das, was er im Namen trägt: Uns fehlen keine Mittel, um die Entwicklung des Konzerns voranzutreiben”, sagte Obermann. “Wir wollen ja, wie im Dezember gesagt, die Investitionen in die Zukunft noch einmal massiv ausweiten: auf nahezu 30 Milliarden Euro für die Jahre 2013 bis 2015.”

Konkret geht es um ein Minus von 5,3 Milliarden Euro. Hauptursache für den Fehlbetrag ist, dass der Bonner Konzern 7,4 Milliarden Euro auf die US-Tochter T-Mobile USA abschreiben muss. Hintergrund ist eine Wertkorrektur im Zusammenhang mit der bevorstehenden Fusion mit dem bisherigen Konkurrenten MetroPCS. Die Manager des amerikanischen Regionalanbieters waren der Meinung, dass der Firmenwert von T-Mobile USA zu hoch angesetzt war.

Auch wenn Rene Obermann die Bilanz mit demonstrativer Gelassenheit präsentierte, dürften die Zahlen für ihn doch bitter sein. Schließlich schien es vor fast zwei Jahren zwischenzeitlich so, als habe er die Probleme mit T-Mobile USA bravourös gelöst. Für den damals geplanten Verkauf der US-Tochter an AT&T und die damit verbundene strategische Rückkehr zum Europageschäft hatte Obermann viel Lob geerntet. Doch der Deal scheiterte an den US-Kartellbehörden. Eine optimale Lösung ist seitdem nicht in Sicht, auch die Fusion mit MetroPCS wurde zuletzt von Problemen überschattet.

Trotz der tiefroten Zahlen kündigte Rene Obermann am Donnerstag aber weitere Investitionen an. Man wolle mit hohen Investitionen in die Netze und in den Markt in die Offensive gehen. “Dabei behalten wir unsere generelle Kostendisziplin als wichtige Kraftquelle bei. Wir liefern mit den Zahlen für 2012 grundsolide Bilanzdaten, wollen eine stabile Dividende zahlen und haben die Netto-Finanzverbindlichkeiten um mehr als 3 Milliarden Euro auf 36,9 Milliarden Euro gesenkt.”

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