CeBIT: Mehr internationalität im deutschen IT-Mittelstand

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Der deutsche IT-Mittelstand muss sich verstärkt internationalisieren, um auch weiterhin Wachstum erreichen zu können, fordert der BITMI, zu dem sich deutsche mittelständischen IT-Hersteller zusammengeschlossen haben. Gleichzeitig startet der Verband die Kampagne “Make IT International”.

Laut einer Studie des BITMI, dem Bundesverband IT-Mittelstand kann der deutsche, herstellende IT-Mittelstand mit einem für 2013 prognostizierten Umsatzwachstum von 2,5 Prozent rechnen. “Doch damit die mittelständischen Betriebe ihren Wachstumskurs erfolgreich und langfristig fortsetzen können, müssen sie sich verstärkt internationalisieren“, fordert BITMi-Präsident Dr. Oliver Grün.

Zusammen mit der Studie stellt der Verband auf der CeBIT auch die Kampagne „BITMi: Make IT international“ vor. Als geeignete Maßnahmen im Rahmen der Kampagne “Make IT international” sieht der BITMi vor allem die Schaffung finanzieller Anreize für Investoren und Risikokapitalgeber.

Der Verband fordert daher ein auf die mittelständischen Bedürfnisse zugeschnittenes Private-Equity-Gesetz sowie einen gesonderten IT-Fonds Deutschland, mit dem Start-ups und expandierende IT-Firmen im Mittelstand gezielt gefördert werden können. “Derartige Anreize haben das klare Potenzial, den deutschen IT-Mittelstand für Investoren im In- und Ausland interessant zu machen, ohne dass die IT-Unternehmer – und somit die eigentlichen Innovationsträger – die Kontrolle über den Kurs ihrer Firma verlieren”, erklärt Grün. Des Weiteren wiederholt der BITMi die Forderung einer unbürokratischen steuerliche Forschungs- und Entwicklungsförderung für den IT-Mittelstand.

Die parallel dazu vorgestellte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass mittelständische IT-Firmen deutschlandweit die Finanz- und Eurokrise bisher vergleichsweise gut überstanden haben und zuversichtlich in die nächsten Jahre blicken. Demnach gaben 37 Prozent der befragten IT-Unternehmen an, dass sich ihre wirtschaftliche Situation im letzten Jahr verbessert hat, während sie für 48 Prozent zumindest unverändert blieb.

In den kommenden zwölf Monaten rechnen 89 Prozent der IT-Mittelständler mit gleichbleibenden oder besseren Umsatzentwicklungen, während 41 Prozent mit einer Steigerung gegenüber 2012 rechnen. 73 Prozent erwarten im selben Zeitraum mindestens gleichbleibende, 28 Prozent der Befragten sogar wachsende Gewinne. Der BITMi war für 2012 zutreffend von einem Wachstum von zwei Prozent des IT-Mittelstands ausgegangen. Der Verband geht für 2013 von einem nochmals gesteigerten Wachstum von nunmehr 2,5 Prozent aus und stützt sich dabei neben eigenen Erhebungen wie der vorliegenden Studie auch auf die Auswertung makroökonomischer Daten und auf internationale Wachstumsprognosen, wie sie beispielsweise von der International Data Corporation veröffentlicht werden. Das Markforschungsunternehmen blickt für den weltweiten IT-Markt für die Jahre 2010 bis 2015 optimistisch in die Zukunft.

Für den BITMi weist dies in die richtige Wachstumsrichtung: “Wachstumsmargen von zwei bis drei Prozent koppeln sich von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung des Euroraums und des DACH-Bereichs ab, liegen aber bei Weitem hinter den Möglichkeiten der deutschen IT-Wirtschaft”, so BITMi-Präsident Dr. Oliver Grün: “Das Wachstumspotenzial des IT-Mittelstands ist noch lange nicht ausgeschöpft und liegt in der Internationalisierung der deutschen IT-Wirtschaft.“

Der BITMI vertritt laut eigenen Aussagen die Interessen von derzeit 800 mittelständisch geprägten Software-Herstellern in Deutschland. Daneben vergibt der Verband und assoziierte Organisationen auch das das Qualitätssiegel “Software Made in Germany“.

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