“Shareconomy war ein Volltreffer für uns”

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Yahoos Absage an Home-Office-Modelle hat die Diskussion um Vor- und Nachteile virtueller Teamarbeit wieder neu entfacht. Martin Kinne, Deutschlandchef von Siemens Enterprise Communications erläutert im Videointerview mit silicon.de, was virtuelle Teams leisten können – und was nicht.

CeBIT 2013: Martin Kinne, Geschäftsführer Siemens Enterprise Communication

Die Diskussion um Home Office und virtuelle Teams erinnere ihn an Diskussionen vor vielen Jahren bei der Einführung von Handys und die damit verbundene ständige Erreichbarkeit, sagt Kinne. Entscheidend sei, mit den vorhandenen technischen Möglichkeiten verantwortungsvoll umzugehen. “Eine Firmenkultur leidet darunter, wenn alle nur noch im Home Office arbeiten. Andererseits: Die Chance im Home Office zu arbeiten und so zu kommunizieren, als wäre man im Büro, kann sehr hilfreich sein.”

Die Einführung entsprechender Technologien sei dabei eines der geringeren Probleme, die entscheidende Herausforderung sei vielmehr der Kulturwandel in einem Unternehmen. “Da gibt es einige Unternehmen, die das mit guter Vorbereitung sehr schnell umsetzen, andere lassen sich mehr Zeit damit.”

Zuvor hatte bereits Hamid Akhavan, CEO von Siemens Enterprise Communications, zur Eröffnung der CeBIT Global Conferences darüber wie gesprochen, wie Unternehmen ungenutztes Leistungspotenzial ihrer Teams erschließen können. Bei der Entwicklung ihrer Geschäftskommunikation sollten Firmen den Fokus “von Ports auf Personen” verlagern.

Nachholbedarf in diese Richtung gibt es offenbar noch einigen. Im vergangenen Herbst hat das Unternehmen eine Studie zu neuen Arbeitsmodellen durchgeführt. 79 Prozent der Befragten gaben dabei an, häufig in virtuellen Teams zu arbeiten. Lediglich 44 Prozent hatten aber dabei den Eindruck, dass ihre virtuellen Interaktionen genauso produktiv sind wie beim Face-to-Face-Kontakt.

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