Patchday bei Microsoft: Internet Explorer und Sharepoint im Fokus

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Microsofts März-Patchday bringt Fixes für insgesamt 19 Schwachstellen. Vier Patches schließen als “kritisch” eingestufte Lücken in Internet Explorer, Silverlight, Visio Viewer und SharePoint. Das Risikopotential der übrigen Schwachstellen stuft Microsoft als “hoch” ein.

Microsoft Patchday

Durch die “kritisch” eingestuften Lücken in Internet Explorer, Silverlight, Visio Viewer und SharePoint könnten Angreifer Schadcode einschleusen und ausführen, heißt es in dem ebntsprechenden Security Bulletin zum Patchday. Die anderen Anfälligkeiten könnten die “Vertraulichkeit, Integrität oder Verfügbarkeit von Benutzerdaten oder anderen Ressourcen gefährden”.

Die höchste Priorität räumt Microsoft dem Update MS13-021 ein, das neun Fehler in Internet Explorer 6, 7, 8, 9 und 10 behebt. Sie lassen sich nach Angaben des Unternehmens durch eine speziell gestaltete Website ausnutzen. Weitere kritische Löcher stecken in Silverlight 5 unter Windows und Mac OS X, Visio Viewer 2010 Service Pack 1, SharePoint Server 2010 SP1 und SharePoint Foundation Server 2010 SP1.

Darüber hinaus sind OneNote 2010 SP1 und Office Outlook für Mac anfällig. Mittels speziell gestalteter OneNote-Dateien beziehungsweise E-Mails könnte sich ein Angreifer Zugang zu persönlichen Daten verschaffen.

Microsoft korrigiert außerdem einen Fehler in den Kernelmodustreibern von Windows XP, Server 2003, Vista, Server 2008, 7, Server 2008 R2, 8 und Server 2012. Einem Blogeintrag des Unternehmens zufolge erlaubt es die Lücke, mithilfe eines USB-Sticks die Kontrolle über einen Windows-Rechner zu übernehmen, selbst wenn der gesperrt oder kein Benutzer angemeldet ist.

Alle Aktualisierungen verteilt Microsoft über die in sein Betriebssystem integrierte Update-Funktion. Sie lassen sich aber auch von der Microsoft-Website herunterladen.

In einem weiteren Blogeintrag kündigt das Unternehmen an, Sicherheitsupdates für Windows-Store-Anwendungen künftig zusammen mit anderen Fixes über den Windows Store anzubieten. Die Schwachstellen würden jedoch aus Gründen der Transparenz in einem Security Advisory dokumentiert. Die Regelung gilt nur für Microsofts eigene Apps wie Mail, Kalender und Kontakte.

[mit Material von Zack Whittaker, ZDNet.com]

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