Überraschender Führungswechsel bei Android – Andy Rubin geht

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Android-Chef Andy Rubin hat völlig überraschend seinen Rückzug angekündigt. Die Gründe dafür sind nicht bekannt, offenbar wird er aber neue Aufgaben innerhalb Googles übernehmen. Rubins Nachfolger steht bereits fest: Sundar Pichai ist derzeit für Chrome und Apps verantwortlich und nun zusätzlich auch für Android.

Andy Rubin
Android-Chef Andy Rubin. Quelle: James Martin/News.com.

CEO Larry Page schreibt in einem Blogeintrag: “Andy hat entschieden, dass es Zeit ist, die Zügel aus der Hand zu legen und ein neues Kapitel bei Google zu beginnen. Andy, mehr Mondflüge bitte.”

Nachfolger ist Sundar Pichai, der seit neun Jahren für Google arbeitet und Senior Vice President für Chrome und Apps ist. Die Personalentscheidung könnte ein Hinweis darauf sein, dass Android und Chrome OS näher zusammenwachsen sollen, da sie in direkter Konkurrenz zu Apples iOS und Mac OS sowie Windows stehen.

Möglicherweise wird Google künftig die Ausführung von Android-Apps unter Chrome OS ermöglichen. Dafür müsste Androids an Java angelehnte Programmierumgebung in Chrome OS integriert werden. Bei der Vorstellung des Chromebook Pixel im vergangenen Monat hatte Pichai noch gesagt, es sei verfrüht, über diese Möglichkeit zu reden.

Rubin kam im August 2005 durch die Akquisition des Start-ups Android Inc. zu Google. Das Unternehmen hatte er 2003 gegründet. Seit der Übernahme war Rubin als Senior Vice President für das Mobilbetriebssystem verantwortlich. Page zufolge wird es inzwischen von mehr als 60 Herstellern weltweit eingesetzt. Zudem seien bisher mehr als 750 Millionen Android-Geräte aktiviert und 25 Milliarden Apps aus Googles Online-Marktplatz Play heruntergeladen worden.

Die Gründe für Rubins Rücktritt sind nicht bekannt. Unklar ist auch, welche Aufgaben er künftig übernehmen wird. Im vergangenen Juni wies Rubin Gerüchte um seinen Wechsel von Google zum Start-up Cloudcar zurück. Er stelle dem Unternehmen lediglich kostenlos Büroräume zur Verfügung. Per Twitter teilte er zu dem Zeitpunkt mit, er habe “keine Pläne, Google zu verlassen”.

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[mit Material von Charles Cooper, News.com]