SAP auf der Spur von 3,5 Billionen Dollar

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Betrug ist einer der größten Verlustposten für Unternehmen. Im Schnitt verliert ein Unternehmen bis zu 5 Prozent des Umsatzes wegen Betrugsfällen. Mit einer neuen In-Memory-basierten Lösung will SAP ein wirksames Gegenmittel liefern, aber auch das Management von Verdachts- und Betrugsfällen soll auf diese Weise vereinfacht werden.

2011 erlitten Unternehmen Schätzungen zufolge aufgrund von Betrugsfällen weltweit einen Schaden von 3,5 Billionen [sic!] Dollar. Im Schnitt erfährt ein Unternehmen finanzielle Verluste, die etwa 5 Prozent des Umsatzes entsprechen. Neben den tatsächlichen Schäden müssen Unternehmen zudem in die Untersuchung von Verdachtsfällen investieren.

Jetzt hat die SAP AG in Las Vegas auf dem Jahrestreffen des GRC 2013 (Governance, Risc and Compliance) eine neue Lösung vorgestellt, mit der sich die finanziellen Auswirkungen von Betrügerreien abfedern lassen.

Die neue Anwendung SAP Fraud Management basiert auf HANA und ermöglicht es Unternehmen vor allem im Versicherungswesen, dem öffentlichen Sektor, dem Banken- und Gesundheitswesen sowie in der Versorgungsindustrie große Datenmengen in Echtzeit zu prüfen. Damit sollen sich dann auch Unregelmäßigkeiten und Betrugsrisiken erkennen, untersucht und vermeiden lassen.

 

 

Die Anwendung bietet außerdem wirksamen Schutz vor neuen Betrugsmethoden, indem sie Funktionen zum Erkennen neuerer Betrugsmuster bereitstellt. SAP Fraud Management gehört zum Portfolio der SAP-Lösungen für Governance, Risk und Compliance (GRC) und soll Unternehmen in unterschiedlichsten Branchen bei folgenden Anforderungen und Aufgaben unterstützen:

Auf Basis von SAP HANA soll die Anwendung die Echtzeiterkennung von Betrugsrisiken ermöglichen. Sie lässt sich an die zentralen Unternehmenssysteme anbinden und stellt Funktionen für die Ausgabe von Alerts und die weitere Untersuchung aufgedeckter Betrugsrisiken bereit.

Durch Echtzeitkalibrierung und Simulationsfunktionen für große Datenmengen kann SAP im Fraud Management falsche Meldungen reduzieren. Durch die Kombination von Regeln und Vorhersagealgorithmen lässt sich die Analyse von Betrugsszenarien optimieren und die Maßnahmen an sich ändernde Betrugsmuster anpassen.

“Unternehmen sind aufgrund ihrer stetig wachsenden Datenmengen gezwungen, ihre Maßnahmen im Bereich Governance, Risikomanagement und Compliance zu verbessern. Um Betrugsrisiken erfolgreich aufzudecken, müssen Unternehmen daher nachvollziehen können, wer was getan hat, und über eine lückenlose Prüfungskette verfügen”, betont Michael Rasmussen, Experte von GRC 20/20. “Da in den Unternehmen zunehmend große Datenmengen anfallen, wird auch ihr Risiko immer größer.” Rasmussen erklärt weiter, dass sich auch wenn sich nur wenige Fälle aufdecken lassen, schon deutliche Einsparungen möglich sind.

Vor allem die Versicherungsbranche hat ein lebhaftes Interesse, Betrugsfsälle aufzuklären. In Zusammenarbeit mit führenden internationalen Versicherungsunternehmen hat SAP daher speziell die Branchenlösung SAP Fraud Management für das Versicherungswesen entwickelt. So lassen sich Betrugsfälle auch über verschiedene Anwendungen hinweg lückenlos dokumentieren.

Die Lösung SAP Fraud Management soll aber auch dabei helfen, Fälle von Steuerhinterziehung und Sozialleistungsbetrug aufzudecken. Steuererklärungen und Anträge auf Sozialleistungen gleicht die Lösung in Echtzeit mit Millionen von Datensätzen ab. Auf diese Weise lässt sich sofort erkennen, ob die Angaben in einem Antrag mit Informationen aus anderen Datenquellen übereinstimmen. Durch die Anwendung der Vorhersagealgorithmen von SAP HANA auf eine große Zahl von Transaktionen können verborgene Betrugsmuster aufgedeckt und Alerts zu verdächtigen Transaktionen ausgegeben werden, die von herkömmlichen Betrugs- und Compliance-Regeln möglicherweise nicht erkannt werden.

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