Teradata: In Memory ist doch cool

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Manchmal ist auch – in Anlehnung an ein bekanntes Adenauer-Zitat – in der IT nichts mehr so überholt wie die Roadmap von gestern. Denn Datenbank- und Data Warehouse-Spezialist Teradata stand dem Thema Big Data in Kombination mit In Memory-Computing selbst in der jüngeren Vergangenheit eher ein wenig spöttisch gegenüber.

Kommando zurück: Jetzt kündigte Scott Gnau, President der Teradata Labs, auf der europäischen Kundenkonferenz (“Universe“) des Unternehmens eben eine solche Lösung an. Am 8. Mai will das Unternehmen aus Ohio den Schleier lüften. Und dem Vernehmen nach will Teradata auch der Cloud eine neue Perspektive abgewinnen.

Bereits vollendete Tatsachen hat das Unternehmen hinsichtlich seiner Partnerstrategie geschaffen. Für den Geschäftsbereich Smart Grid hat der Münchner Siemens-Konzern auf der Universe eine Kooperation mit Teradata bekanntgegeben. Ziel: “Verteilnetze wie sie es heute gibt, sind dumm. Wir bringen hingegen Intelligenz in das Netz”, konkretisiert Jan Mrosik, CEO der Siemens-Division Smart Grid.

Fotogalerie: Teradata Universe 2013 in Kopenhagen

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Im Detail soll diese Zusammenarbeit so aussehen, dass Wetterdaten mit Sturmwarnungen beispielsweise oder ebenso Twitterfeeds über etwaige Stromausfälle als wertvolle Informationen in das Grid miteinfließen und sich so Sicherheit, Stabilität und Zuverlässigkeit des Stromnetzes verbessern lassen.

Ebenso soll die Datenqualität von Smart Meter-Geräten verbessert werden. Gemeinsam wollen so die beiden Großunternehmen den Utilities-Markt aufräumen. Im Gespräch mit silicon.de sagte Teradata CEO Mike Koehler: “Die Zusammenarbeit mit Siemens wird mit Sicherheit nicht die letzte dieser Art sein. Auch in anderen vertikalen Märkten, etwa im Gesundheitswesen, schauen wir nach neuen Kooperationsmöglichkeiten. Dabei fokussieren wir uns auf große Organisationen. Immer mit dem Ziel, dem Endanwender mehr Komfort zu bieten.”

Mehr Behaglichkeit möchte Teradata hingegen auch auf technischer Seite für seine Anwender schaffen. Dazu verkündete das Unternehmen die Einführung des so genannten “Fabric-Based Computing” und versprach damit ein “Höchstmaß an Flexibilität und Leistungsfähigkeit für Unified Data Architecture” (UDA).

Hinter dem Schlagwort verbirgt sich ein technologisches Fundament, das die drei primär genutzten Technologien des Unternehmens (Enterprise Data Warehouse, Aster Analytics und Hadoop) noch tiefer miteinander integriert. Oder, wie es Teradata selbst nennt, Fabric-based Computing diene als “zentrales Nervensystem” der UDA, das die einzelnen Elemente dieser Datenarchitektur mit hoher Bandbreite verbindet. “Die Schnelligkeit dieser Verbindung und die stabilen Managementeigenschaften des Fabric-based Computing bringen unseren Kunden Hochgeschwindigkeitsanalysen und Einblicke in ihre Daten auf einem bislang unerreichten Niveau”, so Hermann Wimmer, President International des Unternehmens.

Innerhalb der eigenen UDA nutzt Teradata Komponenten wie SUSE Linux Enterprise Server, NetApp Speichersysteme, Intel Xeon Prozessoren und nun auch Mellanox InfiniBand für Fabric-based Computing. Auch die dazu passende Hardware präsentierte der Hersteller mit der Teradata Active Enterprise Data Warehouse 6700 auf der Hausmesse.

Zudem möchte der Datenbankspezialist Unternehmen einen komfortableren Zugriff auf Hadoop bieten. “Teradata Enterprise Access” soll Business Analysten dies dank einer schnell zu verstehenden GU möglich machen. Die Lösung besteht aus dem Teradata Smart Loader für Hadoop und Teradata SQL-H. Damit sei Teradata Enterprise Access für Hadoop “die erste Lösung, die Unternehmen verlässlich Sicherheit und Workload-Management sowie umfangreichen ANSI-SQL Support für Apache Hadoop bietet”, sagt der Hersteller.

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