Babys bekommen Anti-iPad-Therapie

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Das iPad lässt sich so intuitiv bedienen, dass auch Kleinkinder damit zurecht kommen und das zeigt jetzt erste und vor allem langfristige Folgen.

Jetzt warnen Therapeuten Eltern davor, ihren Kleinkindern zu lange Zugang zu einem iPad zu gewähren. Wenn kleine Kinder sich mehrere Stunden täglich mit dem iPad beschäftigten, könne das langfriste und ernste Folgen haben.

Der britische Daily Telegraph berichtet von Kindern, die sobald man ihnen das iPad wegnimmt, verängstig sind und sich auch nicht mehr beruhigen lassen.

Das vier Jahre alte Mädchen hatte im Laufe eines Jahres bis zu vier Stunden mit dem Gerät verbracht. Der Therapeut Richard Graham geht jedoch davon aus, dass dieses Mädchen sicher kein Einzelfall ist. Graham hatte vor rund drei Jahren ein Zentrum für Technologie-Abhängigkeit gegründet.

Die Eltern berichten, dass das Kind ständig nach dem Tablet gefragt hätte und somit immer länger damit spielte. Inzwischen sei die Abhängigkeit so groß, dass das Mädchen die gleichen Symptome zeige, wie Heroin- oder Alkoholabhängige auf Entzug.

Kinder, die nur noch vor einem Tablet oder Smartphone sitzen, würden keine sozialen Fähigkeiten erlernen und seinen schließlich auf die konstante Interaktion mit dem Bildschirm konditioniert. Jedoch spätestens mit der Pubertät würden auch solche Kinder soziale Interaktion wünschen.

Es könne für Eltern, die selbst ein Smartphone besitzen sehr schwer sein, es dem Kind vorzuenthalten. Es sei jedoch enorm wichtig, die richtige Balance zu halten. Und natürlich sei es für Eltern verlockend, die Kinder mit solchen Angeboten ruhig zu stellen.

Auffallend sei, so der Therapeut, dass die Zahl der digital Abhängigen in den vergangenen drei Jahren um 30 Prozent gestiegen sei. Eine weitere Studie hatte zudem gezeigt, dass rund die Hälfte der Eltern mit einem Smartphone dieses den Kleinen auch zum Spielen geben.

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