iPad 2 gefährlich für Herzschrittmacher

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Träger von Herzschrittmachern oder implantierten Defibrilatoren sollten sich das iPad 2 besser vom Leib halten, will man den Forschungsergebnissen einer 14-Jährigen trauen.

Das iPad 2 steckt voller Magneten. Für Normalbürger stellt das in der Regel keine Gefahr dar. Doch wer einen Herzschrittmacher oder ein anderes elektronisches Hilfsgerät implantiert hat, kann mit dem iPad 2 diese Geräte abschalten oder zumindest beeinträchtigen.

Herausgefunden will das eine 14 Jahre alte US-Schülerin im Rahmen eines Wissenschaftswettbewerbes haben. Gianna Chien, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, hat für ihren Beitrag für den Wettbewerb mehrere Freiwillige getestet.

 

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Sie hatte den Probanden das Apple-Tablet auf die Brust gelegt, so als ob der Proband beim Lesen eingeschlafen wäre. In 30 Prozent der Fälle, so Chien, habe die lebenswichtige Elektronik reagiert. In einigen Fällen hätte sich der Herzschrittmacher sogar abgeschalten. Teilweise musste die Elektronik manuell wieder gestartet werden. Damit hatte Chien, deren Vater Kardiologe ist, und seiner Tochter bei der Studie geholfen hatte, belegt, dass das iPad ein lebensgefährliches Gerät sein kann.

In kürze will Chien ihre Forschung 8000 Ärzten bei einem Kardiologien-Kongress vorstellen. Die Kuratoren der Tagung sehen in der Arbeit der Schülerin eine stichhaltige Warnung für Herzpatienten. Chien erklärt, dass Apple diese Warnung auf dem Gerät anbringen müsste. Ein Hersteller von Herzgeräten konnte diese Ergebnisse bislang nicht bestätigen, rät aber generell, sämtliche Elektrogeräte von den Schrittmachern fern zu halten.

Auch wenn die Gesellschaft für Herzrhythmus die Ergebnisse erst nimmt und selbst Bloomberg darüber berichtet, konnte Chien das nicht den erste Preis in dem Wettbewerb sichern, für den sie die Studie ursprünglich durchgeführt hatte. Die Jury war offenbar der Ansicht, dass einem Weltkonzern wie Apple kein solcher Fehler passieren könne.

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